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Aus
der Märchen und Sagenwelt
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Die
Riesentöchter Saba, Brama und Trendula
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![]() Brama am Weserufer in Veckerhagen, gegenüber von Hemeln (Bild: Pätzold) |
Ein Geschlecht
von mächtigen Riesen bewohnte einst die ehemaligen Schlösser auf den Bergen
an der Diemel und der oberen Weser im hessischen Grenzland. Der mächtigste Reinhardswaldriese war Kruko. Er hatte sich seine Burg auf einem hohen Berg zwischen Diemel und Weser erbaut. Kruko hatte drei Töchter - Brama, Saba und Trendula. Nach dem Tode des Vaters hatten Brama und Saba den Christenglauben angenommen. Während Trendula den alten heidnischen Göttern treu blieb. Sie verfolgte ihre Schwestern und machte ihnen das Leben schwer. Besonders Brama ging dies zu Herzen: Tag und Nacht weinte sie über die Ungerechtigkeit ihrer Schwester. Ihre Augen wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen, daß sie erblindete. Schließlich verließ Brama die Burg ihres Vaters und baute sich auf dem anderen Ufer der Weser die Bramburg. Auch Saba konnte es nicht länger bei der neidischen Trendula aushalten und baute sich im Reinhardswald die Sababurg. Abends, wenn die dichten Nebel sich in das Tal der Diemel und Weser legten, machte sich Saba auf den Weg, um ihre blinde Schwester zu besuchen, bei der sie blieb, bis die ersten Strahlen der Morgensonne über dem Reinhardswald aufgingen und zur Heimkehr mahnten. Trendula, die von den nächtlichen Besuchen ihrer Schwester auf der Bramburg gehört hatte, beschließt, die zu töten. |
| Eines Tages hatte Saba
wieder einmal bei ihrer Schwester geweilt. Und schnell waren die Stunden
im trauten Gespräch vergangen. Auf dem Heimweg fiel Trendula in der Nähe
der Krukenburg über
ihre Schwester her und erwürgte Saba. Die Stelle, an der das Geschah, nennt
man heute noch die "Mordkammer". (
Quelle Texttafel in Veckerhagen ) Zur Strafe für diese Tat wurde Trendula vom Blitz erschlagen. Der Sage nach war der göttliche Zorn so groß und der Blitz so gewaltig, das er den Trichter mit rund 450 Metern Umfang hinterlassen habeb soll - den sogenannten "Nassen Wolkenbruch" der auch als das "wassergrüne Grab der Riesin Trendula" bezeichnet wird. |