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Brunnen bohren / Wasserentnahme

Beschreibung der Leistung

Grundwasser darf für den Haushalt, einschließlich der Gartenbewässerung, für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb, für das Tränken von Vieh oder in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck grundsätzlich erlaubnisfrei entnommen, zutage gefördert, zutage geleitet oder abgeleitet werden. Eine Erlaubnis ist auch dann grundsätzlich nicht erforderlich, soweit eine Entnahme, Zutageförderung, Zutageleitung oder Ableitung von Grundwasser für gewerbliche Betriebe, für die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft oder den Gartenbau jeweils in einer Menge von bis zu 3.600 m³ pro Jahr erfolgt.

Eine erlaubnisfreie Benutzung ist der unteren Wasserbehörde unter Angabe des genauen Grundstücks innerhalb eines Monats vor Beginn anzuzeigen.

Für andere Zwecke oder für größere Entnahmemengen ist eine Erlaubnis bzw. Bewilligung erforderlich.

Grundwasserhaltungen, d.h. das Abpumpen von Grundwasser, um Baugruben für die Zeit einer Baumaßnahme trocken zu halten, können erlaubnispflichtig sein, sind aber auf jeden Fall anzeigepflichtig.

Brunnenbohrungen sind grundsätzlich anzeigepflichtig. Soweit dabei Stoffe in das Grundwasser eingebracht werden, kann eine Erlaubnispflicht entstehen.

Es können auch naturschutzrechtliche und forstrechtliche Genehmigungen notwendig sein. Alle mit mechanischer Kraft angetriebenen Bohrungen müssen nach dem Lagerstättengesetz 2 Wochen vor Beginn der Arbeiten angezeigt werden. Bohrungen, die mehr als 100 m in den Boden eindringen sollen, sind nach Bundesberggesetz 2 Wochen vor Beginn der Arbeiten bei der zuständigen Behörde anzuzeigen.
 

Die Untere Wasserbehörde prüft anhand der Anzeige, ob die Voraussetzung der Erlaubnisfreiheit vorliegt und ob die Maßnahme mit den wasserwirtschaftlichen Belangen vereinbar ist. Sie kann Bedingungen und Auflagen festsetzen oder Maßnahmen untersagen.  

Welche Behörde bzw. Institution ist zuständig?

Zuständige Wasserbehörde ist in die untere Wasserbehörde, wenn nichts anderes bestimmt ist. Sie ist in den Landkreisen beim Kreisausschuss und in den Kreisfreien Städten beim Magistrat angesiedelt.
In den in der Verordnung zur Übertragung der Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen und über die Zuständigkeit der  Wasserbehörden (Zuständigkeitsverordnung Wasserbehörden - WasserZustVO) aufgeführten Fällen ist die obere Wasserbehörde zuständig, die beim Regierungspräsidium angesiedelt ist.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der unteren Wasserbehörde.

Zuständige Bergbehörde ist das Regierungspräsidium.

Die Anzeige einer Bohrung nach dem Lagerstättengesetz erfolgt beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie
 

Fachbereich Bauen und Umwelt - Wasser- und Bodenschutz

Welche rechtlichen Grundlagen sind zu beachten?


Was kostet die Dienstleistung?

Nach Verwaltungsaufwand

Welche Fristen müssen beachtet werden?

Die vollständige Anzeige muss der Unteren Wasserbehörde einen Monat vor Beginn der Maßnahme schriftlich vorliegen.

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag: 9:00 – 12:00 und 13:00 – 15:00 Uhr
Freitag: 9:00 -12:00 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung

Was sollte ich noch wissen?

Ein Anzeigevordruck kann bei der Unteren Wasserbehörde angefordert werden.



Wer ist für mich zuständig in Kassel?


Gabriele Lemmer

Standort Kassel-Waldau
Zimmer 2.08
Richard-Roosen-Straße 11
34123 Kassel

Tel: 0561 1003-1724
Fax: 0561 1003-1732
E-Mail: gabriele-lemmer@landkreiskassel.de

Petra Seibel

Standort Kassel-Waldau
Zimmer 2.11
Richard-Roosen-Straße 11
34123 Kassel

Tel: 0561 1003-1725
Fax: 0561 1003-1732
E-Mail: petra-seibel@landkreiskassel.de

*Hessisches Ministerium des Innern und für Sport. URL: http://hessenfinder.hessen.de [^] [Stand: 10.06.2011]