Zur Inhaltsnavigation springen Zum Inhalt springen
Logo: Stadt Landkreis Kassel
Aktuelles > Pressemitteilungen >

Aktuelles


 

Starke Frauen – weibliche Flüchtlinge bewähren sich am regionalen Arbeitsmarkt

Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Bijan Otmischi (Integrationsmanager Landkreis Kassel), Vizelandrätin Susanne Selbert, Enrico Gaede (IHK Kassel-Marburg), Ruta Checol, Rainer Holzhauer (Grischäfer), Elmira Mohammad Tajnaslbolad, Jabeen Shamsa Cheema und Margarete van der Minde. Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Bijan Otmischi (Integrationsmanager Landkreis Kassel), Vizelandrätin Susanne Selbert, Enrico Gaede (IHK Kassel-Marburg), Ruta Checol, Rainer Holzhauer (Grischäfer), Elmira Mohammad Tajnaslbolad, Jabeen Shamsa Cheema und Margarete van der Minde.

Fuldabrück/Vellmar/Grebenstein. Der überwiegende Teil der vom Landkreis Kassel betreuten Flüchtlinge ist männlich und stehen daher bei der Integration in Arbeit häufig im Mittelpunkt. „Unser Integrationsmanager kümmert sich natürlich auch um die Integration von weiblichen Flüchtlingen in den regionalen Arbeitsmarkt und hier gibt es auch viele gute Beispiele, die anderen Asylbewerberinnen Mut machen“, informiert Vizelandrätin Susanne Selbert.

Eine dieser positiven Beispiele ist die Iranerin Elmira Mohammad Tajnaslbolad aus Fuldabrück, die aktuell ein EQ-Praktikum beim Gastronomiebetrieb Grischäfer absolviert. Wenn alles klappt, wird Frau Tajnaslbolad im September eine Ausbildung zur Köchin beginnen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich dieses Praktikum machen kann und freue mich, eine Möglichkeit zu arbeiten gefunden zu haben“, betont Tajnaslbolad. „Gerade in der Gastronomie fehlt es an Fachkräften und Mitarbeiter mit einem Flüchtlingshintergrund sind sehr willkommen“, ergänzt Rainer Holzhauer, der das Engagement von Tajnaslbolad lobt.

Engagement ist auch eine wichtige Eigenschaft von Ruta Checol, die aus Eritrea stammt und jetzt in Vellmar wohnt. Frau Checol ist ebenfalls EQ-Praktikantin und soll ab September bei der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg (IHK) eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement beginnen. „Wir begrüßen das Engagement von Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen und gehen hier auch gern selbst mit gutem Beispiel voran“, berichtet Enrico Gaede von der IHK. „Für mich ist die Chance bei der IHK zu arbeiten, eine tolle Gelegenheit besser und schneller in Deutschland anzukommen“, betont Checol.
Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sei eine wichtige Zukunftsaufgabe für den „Wirtschaftsstandort Nordhessen und durch die gute Zusammenarbeit mit dem Integrationsmanagement des Landkreises sind wir hier auf einem guten Weg“, so Gaede weiter.

Einen Ausbildungsplatz im Blick hat auch die Pakistanerin Jabeen Shamsa Cheema aus Grebenstein. „Ich habe die Chance, eine Ausbildung als IT-Systemkauffrau zu beginnen – das ist mein Traum“, berichtet Frau Chema. Auf dem Weg zum Ausbildungsbeginn sind noch ein paar administrative Hürden zu bewältigen. „Frau Chema hat einen Ausbildungsplatz in Warburg gefunden – hier ist noch die Zustimmung der Ausländerbehörde und eine Abstimmung mit dem Jobcenter wegen der finanziellen Abstimmung bei der Fahrt von und zum Ausbildungsplatz erforderlich“, erläutert Integrationsmanager Otmischi. Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz wurde Chema von der ehrenamtlichen Unterstützerin Margarete van der Minde begleitet. „Die Hilfestellung von ehrenamtlichen Unterstützern auf dem Weg in die Beschäftigung ist für die Flüchtlinge sehr gut und verstärkt unsere Bemühungen“, erläutert Vizelandrätin Selbert.

„Wir begleiten die Flüchtlinge bei ihrem Weg in den regionalen Arbeitsmarkt und wir haben mittlerweile auch ein sehr gutes Netzwerk mit Unternehmen in der Region aufbauen können“, berichtet der Integrationsmanager des Landkreises Bijan Otmischi. Gerade die EQ-Praktika seien eine gute Gelegenheit, Arbeitserfahrungen und Spracherwerb zielgerichtet zu verknüpfen. Die Einstiegsqualifizierungs-Praktika (EQ) werden mit Mitteln der Europäischen Union und mit Unterstützung des Landes Hessen in Kooperation der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Industrie- und Handelskammern, der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Jobcenter und dem Hessischen Handwerkstag organisiert – die Durchführung hat das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft übernommen. Bei den EQ-Praktika gehen Berufsorientierung und betriebliche Einstiegsqualifizierung Hand in Hand mit einer berufsbezogenen Sprachförderung und Lernunterstützung. Otmischi: „Es gibt mittlerweile sehr viele unterschiedliche Förderprogramme und Unterstützungsangebote – wir helfen gern, wenn Unternehmen aus unserer Region auf der Suche nach Arbeitskräften mit Flüchtlingshintergrund sind“. 

Hintergrund:
Unternehmen aus der Region Kassel, die Interesse an der Beschäftigung eines Asylbewerbers haben, sind bei Bijan Otmischi, Tel.: 0561/1003-1655, Mail: bijan-otmischi@landkreiskassel.de an der richtigen Stelle.
07.03.2017




© 2010-2012 Landkreis Kassel Wilhelmshöher Allee 19-21 Kassel