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Erster Vogelgrippefall in der Stadt Kassel

Weiterhin Stallpflicht für Geflügel in Stadt und Landkreis Kassel

Die Vogelgrippe hat nun auch die Stadt Kassel erreicht: Bei einem Graureiher, der tot in der Fulda im Bereich der Weserstraße gefunden worden war, hat sich der Verdacht auf das Vogelgrippe-Virus bestätigt. Der derzeit grassierende Erreger H5N8 wurde nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat als nationales Referenzlabor am 8. März einen entsprechenden Vorbefund des Hessischen Landeslabors (LHL) bestätigt.

Die derzeitigen Nachweise des Vogelgrippe-Virus, bestehende besondere Risikogebiete sowie die hohe Geflügeldichte im Landkreis Kassel – von der die Stadt Kassel aufgrund ihrer Lage mitten im Landkreis ebenfalls betroffen ist - sind mit ein Anlass, grundsätzlich an der Stallpflicht für Geflügel in Stadt und Landkreis Kassel festzuhalten.

Derzeit gehen wieder vermehrt Meldungen über tot aufgefundene Wildvögel ein. Der aktuelle Fundort gehört zum Risikogebiet der Stadt Kassel. Insbesondere die Fuldaaue spielt als Rast- und Sammelplatz für Zug- bzw. Wasservögel eine zentrale Rolle hinsichtlich einer möglichen Übertragung des Vogelgrippe-Erregers.  Ende Februar war bereits bei einem in der Fulda bei Staufenberg tot aufgefundenen Graureiher das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Zuvor waren in Nordhessen ein toter Schwan am Werratalsee im Werra-Meißner-Kreis sowie ein toter Bussard in Fuldabrück im Landkreis Kassel positiv auf H5N8 getestet worden. Der Erreger ist hochansteckend, weshalb auch die Gefahr besteht, dass er in Geflügel- oder andere Vogelbestände eingeschleppt wird. Eine Gefahr für Menschen besteht nach derzeitigem Wissenstands nicht. Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) sind bislang weltweit keine Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bekannt geworden.

Im näheren Umkreis des aktuellen Fundortes des toten Graureihers, der sowohl die Stadt Kassel als auch einen Teilbereich von  Sandershausen und Ihringshausen (beides Gemeinden im Landkreis Kassel) betrifft, befinden sich keine gewerblichen Wirtschaftsgeflügelhaltungen. Meist handelt es sich dort um Hobby- oder kleine Geflügelhaltungen. Diese  werden  von den Amtstierärzten von Stadt und Landkreis aufgesucht. Diese überprüfen, ob die Biosicherheitsmaßnahmen, wie beispielsweise Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen und eine Zutrittsbeschränkung eingehalten werden. Denn diese Sicherheitsmaßnahmen gelten auch für Kleinst- bzw. Hobbyhaltungen.

Merkblätter und nähere Informationen

Häufige Fragen zur Vogelgrippe
Zusätzliche Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung (unter 1.000 Tiere) und Geflügelhobbyhaltungen
Merkblatt: Aufstallungspflicht und die Konsequenzen für Geflügel
Notfallplan Stallhaltungspflicht
Informationsseite zur Vogelgrippe des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Informationen zur Geflügelpest/Vogelgrippe im Serviceportal der Stadt Kassel


Wer einen toten Wildvogel - insbesondere Wasservögel - findet, sollte dies je nach Fundort bei der Stadt bzw. dem Landkreis Kassel melden. Vogelkadaver sollten schon allein aus allgemeinen hygienischen Gründen nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Hunde sollten von Tierkörpern möglichst ferngehalten werden.

Kontakt Landkreis Kassel
Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Tel.: 05692 987-3306
E-Mail: veterinaeramt@landkreiskassel.de

Kontakt Stadt Kassel
Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit
Tel.: 0561 787-3336
E-Mail: veterinaer@kassel.de

08.03.2017




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