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10 Schüler zu neuen Fahrbegleitern ausgebildet

Auf dem Foto sieht man die neuen Fahrbegleiter und Landrat Uwe Schmidt (ganz links), Eva Lorenzana (Koordinatorin; 2. Von linkks), Birgit Schaumburg (3. Von links) und den stellvertretenden Schulleiter Markus Crede (vierter von rechts). Auf dem Foto sieht man die neuen Fahrbegleiter und Landrat Uwe Schmidt (ganz links), Eva Lorenzana (Koordinatorin; 2. Von linkks), Birgit Schaumburg (3. Von links) und den stellvertretenden Schulleiter Markus Crede (vierter von rechts).

Kassel. An der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel-Oberzwehren (Gymnasium des Landkreises Kassel) starten zehn neue Fahrbegleiter mit ihrer Tätigkeit. In einer stimmungsvollen Zeremonie haben sie ihre Ausweise nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erhalten. „Ihr seid nun zu Experten in Konfliktbewältigung und Streitschlichtung ausgebildet – etwas, was ihr nicht nur als Schüler in Bus und Bahn benötigt, sondern auch als Erwachsene für den Rest eures Lebens“, betont Landrat Uwe Schmidt. Das beispielhafte Engagement der Fahrbegleiter führe dazu, dass die Fahrt von und zur Schule in Bussen und Straßenbahnen für Nutzer und die Fahrer entspannter wird. Streitereien um Sitzplätze und mutwillige Zerstörungen sollen damit der Vergangenheit angehören. Deshalb unterstütze der Kreis die Ausbildung an den Schulen im Kreis auch finanziell. Die pro Lehrgang entstehenden Kosten von rund 5.500 Euro werden daher vom Landkreis Kassel getragen. Die Ausbildung der Begleiter wurde von der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) organisiert.

„Die Fahrbegleiter an unserer Schule beweisen, dass sich unsere Schüler und Schülerinnen engagieren und dass sie bereit sind, selbst Verantwortung zu übernehmen“, ergänzt Schulleiter Stefan Hermes.

„Das Bild, dass heute oft von Jugendlichen gezeichnet wird, ist falsch – ihr seid das beste Gegenbeispiel“, betont die für Präventionsarbeit zuständige Polizeihauptkommissarin Ulrike Langer vom Polizeipräsidium Nordhessen. Die Fahrbegleiter engagierten sich in der Gewaltprävention.
Langer: „Wer wegschaut, macht sich mitschuldig – aber ihr schaut hin!“ Für Zivilcourage hätten die Busbegleiter allerdings keinen Alleinvertretungsanspruch. „Da sind wir alle gefordert“, so Langer weiter.

Die Schüler wurden in einem Lehrgang intensiv auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet. „Unser Lehrgang macht die Schüler für ihre neue Aufgabe als Fahrzeugbegleiter fit“ erläutert Birgit Schaumburg von der KVG. Die neuen Fahrzeugbegleiter wurden in Deeskalation und Konfliktbewältigung geschult. Außerdem wurden den Acht- und Neuntklässlern Strategien zum neutralen Verhalten sowie Kommunikationstechniken und Körpersprache näher gebracht. Schaumburg: „Den Teilnehmern und uns hat auch dieser Lehrgang wieder richtig Spaß gemacht“.

Hintergrund:
Rund 400 Schüler an 15 Schulen im Landkreis sind zurzeit als Fahrbegleiter tätig. Die Ausbildung, die zusammen mit der Kasseler Verkehrsgesellschaft KVG organisiert wird, hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt, das von den Schulen und den Schülern gern umgesetzt wird. Während der Schulung werden die Schüler in den Themen Konfliktvermeidung und Deeskalation ausgebildet. Zur Ausbildung gehören Rollenspiele und das Bearbeiten von möglichen Konfliktsituationen beim Einstieg und der Fahrt. Die Schüler sollen dabei auch ein Gefühl dafür erhalten, wann sie selbst agieren können und wann es besser ist, Hilfe zu holen. Ohne das Engagement der Koordinatoren der Fahrbegleiterschulungen in den beteiligten Schulen wäre die Ausbildung nicht realisierbar.

Ausgebildete Fahrzeugbegleiter gibt es neben der Georg-Christoph-Lichtenbergschule in Kassel-Oberzwehren als einzigem Gymnasium an allen Gesamtschulen im Landkreis Kassel.
13.03.2017




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