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Schmidt: „Gesundheitszentrum Hofgeismar die beste Lösung“

Uwe Schmidt - Landrat des Landkreises Kassel Uwe Schmidt - Landrat des Landkreises Kassel

Hofgeismar/Landkreis Kassel. „Ein Gesundheitszentrum mit der Verbindung von unterschiedlichen stationären und ambulanten Einrichtungen ist für Hofgeismar und den gesamten nördlichen Landkreis die beste Lösung“, ist sich Landrat Uwe Schmidt mit Blick auf die Neubaupläne der Gesundheit Nordhessen AG (GNH) in der ehemaligen Kreisstadt sicher. „Ein solches Gesundheitszentrum könnte in unmittelbarer Nähe zum geriatrischen Krankenhaus am Krähenberg entstehen“, so Landrat Schmidt weiter. Hier gäbe es ein Grundstück, dass von der Hessischen Landgesellschaft im Rahmen der Bodenbevorratung für die Stadt Hofgeismar verwaltet wird und „deshalb schnell zur Verfügung steht“, informiert Bürgermeister Markus Mannsbarth, mit dem zusammen Landrat Schmidt die Idee für ein Gesundheitszentrum entwickelt hat.

Auf diesem Grundstück könne sowohl eine neue GNH-Klinik entstehen wie auch die Option für Kooperation und Bündelung anderer gesundheitlicher Angebote realisiert werden. „Positiv ist auch, dass wir einen Grundstückstausch mit der Stadt durchführen können: Das Grundstück, auf dem die jetzige GNH-Klinik steht und das dem Eigenbetrieb Kliniken des Landkreises gehört, könnte im Gegenzug für das städtische Grundstück unterhalb des Krähenbergs den Besitzer wechseln und die Stadt hätte dann dort die Chance, Wohnbebauung zu realisieren“, so der Landrat weiter. Auch von der Hessischen Landgesellschaft, die die städtischen Grundstücke Hofgeismars für die Stadt vermarktet, sei dieser Grundstückstausch bereits „im Grundsatz positiv geklärt“, informieren Schmidt und Mannsbarth.

Das Grundstück unterhalb des Krähenbergs biete eine Vielzahl von möglichen Entwicklungsoptionen. Schmidt: „Es sieht aktuell so aus, dass es kurzfristig nicht zu einem gemeinsamen Neubau von GNH und Evangelischem Krankenhaus kommt – man könnte aber durch die Wahl des innenstadtnahen und gut an das überörtliche Straßennetz und den Stadtbus Hofgeismar angebundene Grundstück bereits mit dem GNH-Neubau Synergieeffekte durch einen gemeinsamen Eingangsbereich und eine Verbindung zwischen den beiden Gebäuden für die Nutzung von Operationssälen schaffen“. Außerdem sollte die Möglichkeit offen gehalten werden, dass eine weitergehende Kooperation von GNH und Krähenberg mittelfristig auch baulich umgesetzt werden könne.
Die Fläche sei groß genug, die am Standort der jetzigen GNH-Klinik angesiedelten Gesundheitsangebote, wie zum Beispiel das Dialyse-Zentrum zu integrieren. „Ich bin dafür, dass man die Chance des Neubaus nutzt, um die Option für ein Medizinisches Versorgungszentrum und die Anbindung von niedergelassenen Ärzten an diesem Standort zu haben“, verdeutlicht Schmidt seine Präferenz. Zu einem Gesundheitszentrum Hofgeismar könnte perspektivisch auch die Anbindung von stationären psychiatrischen Betten gehören, die zurzeit von Vitos-Kurhessen am jetzigen Standort der GNH-Klinik in der Liebenauer Straße untergebracht sind.

„Wir würden die Realisierung eines solchen Gesundheitszentrums im Rahmen unserer Möglichkeiten zum Beispiel bei der Erschließung des Grundstücks unterstützen“, kündigt Bürgermeister Mannsbarth an. Auch Landrat Schmidt sieht Unterstützungsmöglichkeiten durch den Landkreis: „Ich werde dem Kreistag im Mai vorschlagen, dass sich der Landkreis finanziell mit 10 Millionen Euro am Neubau der GNH-Klinik beteiligt“, erläutert Schmidt das weitere Vorgehen. Im Juni werde dann der Aufsichtsrat der GNH über das Neubauprojekt Hofgeismar entscheiden. Die GNH rechet mit Neubaukosten in Höhe von 37 Millionen Euro. Das Land Hessen hat bereits erkennen lassen, dass es den Neubau aus Mitteln des Krankenhausinvestitionsprogramms mit 10 Millionen Euro fördern wird und außerdem fünf Millionen  Euro als tilgungsfreies Darlehen zur Verfügung stellt. Schmidt: „Ich werde dem Kreistag einen Vorschlag für die Abwicklung der Kreisförderung machen, der möglichst wenig belastend für den Ergebnishaushalt des Landkreises ist“.

Inhaltlich sehen Schmidt und Mannsbarth die Notwendigkeit, das medizinische Angebot des Gesundheitszentrums so aufzustellen, dass es zukunftsfähige gesundheitliche Angebote unter einem Dach bündeln kann. „Für uns gehört zum neuen Krankenhaus neben den Fachabteilungen Chirurgie und Inneres Radiologie, Intensivmedizin und Gynäkologie mit Geburtshilfe zwingend dazu“, sind sich Landrat und Bürgermeister einig. „Ich werde mich im Aufsichtsrat der GNH dafür einsetzen, dass der Krankenhausneubau die Vorstellungen von Stadt und Landkreis berücksichtigt“, kündigt Landrat Schmidt abschließend an.
16.03.2017




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