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ADFC übergibt gutachtliche Untersuchung zum Radverkehr im Landkreis Kassel an Landrat Uwe Schmidt und Kasseler Sparkasse

Auf dem Foto von links nach rechts: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schmidt, Uwe Koch (Sonderfachdienstleiter Verkehr und Sport), Jürgen Vöckel (ADFC Kreisverband Kassel-Stadt und Landkreis), Landrat Uwe Schmidt, Gerhard Peter (ADFC Kreisverband Kassel-Stadt und Landkreis) und Wolfram Ebert (Vorstandsmitglied Kasseler Sparkasse). Auf dem Foto von links nach rechts: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schmidt, Uwe Koch (Sonderfachdienstleiter Verkehr und Sport), Jürgen Vöckel (ADFC Kreisverband Kassel-Stadt und Landkreis), Landrat Uwe Schmidt, Gerhard Peter (ADFC Kreisverband Kassel-Stadt und Landkreis) und Wolfram Ebert (Vorstandsmitglied Kasseler Sparkasse).

Warum werden von der Bevölkerung des Landkreises Kassel nur 4 % aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, dem unbestreitbar umweltfreundlichsten und gesundheitsfördernden Verkehrsmittels überhaupt? Liegt es daran, dass die Landkreisbewohner/-innen im Vergleich besonders bequem sind? Oder ist die Radverkehrsinfrastruktur, also sichere und komfortable Radwegeverbindungen in und zwischen den Kommunen für die Radfahrerinnen und Radfahrer so, dass sie in Sorge um ihre Gesundheit lieber auf das Radfahren verzichten?

Der ADFC-Kreisverband Kassel Stadt und Land e. V. wollte es genau wissen und ist dabei bei der Landkreisverwaltung mit Landrat Schmidt an der Spitze auf offene Ohren gestoßen. Dort bemüht man sich in Zusammenarbeit mit den für den Radverkehr nach dem Kommunalrecht zuständigen kommunalen Gebietskörperschaften seit Langem intensiv um eine Förderung der Radverkehrsinfrastruktur vor Ort.

Der ADFC Kassel, der sich als Interessenvertretung der Radfahrer/-innen in Stadt und Landkreis Kassel versteht, hat deshalb eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die hierüber tiefere Erkenntnisse liefern sollte. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der Kasseler Sparkasse.

Die beauftragten Gutachter, Dipl.-Ing Architekt Herbert Iba und Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schmidt, haben das Gebiet des Landkreises Kassel auf Möglichkeiten der Kommunen zur Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur in ihrem jeweiligen Gemeindegebiet untersucht. Begleitet wurden sie dabei von einem Projektteam aus Vertretern des ADFC Kassel und der Landkreisverwaltung. Mit dessen Zustimmung können die Untersuchungsergebnisse der Gutachter nun dem ADFC, Landrat Schmidt, den Bürgermeistern der Landkreiskommunen und den politischen Gremien des Kreistages überreicht bzw. zugeleitet werden.

Das Konzept besteht aus den drei Bestandteilen Abschlussbericht, Digitalkonzept und Gemeindesteckbriefe.

Der Abschlussbericht beinhaltet neben allgemeinen Ausführungen zum gegenwärtigen wissenschaftlichen Stand bei der Gestaltung einer zielfördernden Radverkehrsinfrastruktur aus einer Bestandsaufnahem und einem Maßnahmenkatalog für das gesamte Gebiet und aller Kommunen des Landkreises Kassel. Er wird in ausgedruckter Form den Bürgermeistern aller Landkreiskommunen und auch der Stadt Kassel zugeleitet. Ebenso erhalten ihn die Verwaltung und die beteiligten politischen Organe des Landkreises. Weiterhin wird er unter www.rvk.lk-kassel.radinformation.de in das Internet eingestellt und steht somit allen Interessierten dort zur Verfügung. Diese Seite wird mit dem Webseiten des ADFC-Kreisverbandes und des Landkreises Kassel verlinkt, und kann insoweit auch dort aufgerufen werden.

Das Digitalkonzept wird ausschließlich unter www.rvk.lk-kassel.radinformation.de in das Internet eingestellt und steht insoweit ebenfalls allen interessierten Kommunalverwaltungen und -politikern, aber auch deren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Unter eingefügten Menüpunkten mit jeweils hinterlegten Maßnahmenblättern können hier die von den Gutachtern vorgeschlagenen über 1000 Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur im Kreisgebiet aufrufen.

Bei den Gemeindesteckbriefe handelt es sich im Wesentlichen um eine in Schriftform zusammengefasste Version der Maßnahmenliste für die jeweilige Kommune, ergänzt um die jeweils vor Ort vorzufindenden Bedingungen, die Einfluss auf die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in den Kommunen sind. Die Gemeindesteckbriefe stehen ebenfalls allen Interessierten unter www.rvk.lk-kassel.radinformation.de im Internet zur Verfügung und können auch über die Webseiten des ADFC-Kreisverbandes und des Landkreises Kassel aufgerufen werden.

Gerhard Peter vom ADFC Kassel: "Mit dem Radverkehrskonzept für das Gebiet des Landkreises Kassel können wir dem Landkreis und seinen Kommunen nun eine Untersuchung übergeben, die umfassend die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der regionalen Radverkehrsinfrastruktur aufzeigt. Getragen von dem Wunsch, den Radverkehrsanteil an den zurückgelegten Wegen im Landkreis zu steigern und damit die ökologischen Belastungen insbesondere durch den motorisierten Straßenverkehr zu vermindern, erhoffen wir uns natürlich eine zeitnahe Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen, wohlwissend um die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Kommunen.

Der Dank des ADFC geht an die Kasseler Sparkasse, die die Untersuchung mit einer großzügigen Zuwendung ermöglicht hat. Aus den Mitgliedsbeiträgen des ADFC-Kreisverbandes allein wäre dies sicherlich nicht möglich gewesen. Der Dank geht ebenfalls an die Landkreisverwaltung mit Landrat Schmidt an der Spitze, aber auch dem Leiter des Sonderfachdienstes Verkehr und Sport des Landkreises Kassel Uwe Koch und den Radverkehrsbeauftragten des Landkreises, anfangs Rudi Roy und nach dessen Ausscheiden Stefan Arend. Es wurde über die Jahre hinweg eine angenehm konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im begleitenden Projektteam gepflegt, die wesentlich zum Erfolg des Projektes beigetragen hat."

Landrat Uwe Schmidt.: "Die Zielsetzung, mehr Menschen auf das Fahrrad zu bringen, verbindet Landkreis und ADFC. Mit dem vorgelegten Konzept des ADFC steht dem Landkreis und seinen Kommunen jetzt eine gute Arbeitsgrundlage zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Landkreis zur Verfügung. Der Landkreis wird dabei im Rahmen seiner Möglichkeiten die Kommunen im Kreisgebiet bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen unterstützen. Nur gemeinsam kann es gelingen, die Bedingungen für die Radfahrer im Straßenverkehr so zu gestalten, dass sie gern das Fahrrad für ihre täglichen Wege nutzen. Dabei vertrauen wir auch weiterhin auf den guten fachlichen Austausch mit dem ADFC“.

„Radfahrer brauchen jede Menge Rückenwind, dafür sorgt auch die Kasseler Sparkasse. Zu unserer Initiative 'Rückenwind für die Region' passt die aktuelle Untersuchung zum Radverkehr für den Landkreis Kassel sehr gut. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und hat viele gesellschaftliche, individuelle und ökologische Vorteile. Das wollen wir für die Menschen in unserer Region mit auf den Weg bringen", ergänzt Wolfram Ebert, Vorstand der Kasseler Sparkasse, der sich beim ADFC für die überreichten gutachtlichen Untersuchungsergebnisse und der Zuarbeit durch den Fachdienst Verkehr und Sport des Landkreises bedankt.

18.10.2017


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