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„Ökolandbau-Modellregion Nordhessen“ läuft weiter – gute Nachricht für Verbraucher in der Region Kassel

Region Kassel. Die seit September 2015 laufende „Ökolandbau-Modellregion Nordhessen“ kann weiterarbeiten. „Die drei hessischen Ökomodellregionen, zu denen die Modellregion Nordhessen mit den Landkreisen Werra-Meißner und Kassel gehört, sind ein wichtiger Baustein des Ökoaktionsplans des Landes Hessen. Darum freue ich mich sehr, dass diese Pilotprojekte so gute Erfolge erzielt haben und wir die Laufzeit der Ökomodellregionen um weitere zwei Jahre bis Ende 2020 verlängern können“, erklärt Landwirtschaftsministerin Priska Hinz.

Ziel der Modellregionen ist es, den Anteil an Ökolebensmittel aus regionaler Erzeugung mit kurzen, transparenten Vermarktungswegen zu steigern. Damit wird dem Wunsch einer wachsenden Anzahl an Verbraucherinnen und Verbrauchern nach ökologisch erzeugten, qualitativ hochwertigen und regionalen Lebensmitteln Rechnung getragen.

Die bisherige Arbeit der Modellregion habe gezeigt, wie mit viel Engagement und Zusammenarbeit vieler Akteure regionale Wertschöpfung erhalten aber auch neu geschaffen werden kann, so Ministerin Hinz weiter. Mit jeweils 150.000 Euro sollen die drei Regionen weiterhin unterstützt werden, bestehende Projekte weiter zu etablieren und neue anschieben zu können. Das Ziel bleibe weiterhin bestehen: Mehr Bio aus Hessen für Hessen.

Diesem Ziel ist die Ökolandbau-Modellregion Nordhessen (ÖMR) in ihrer bisherigen Arbeit bereits um einiges näher gekommen. „Am Beispiel des Hofladens der Domäne Frankenhausen bei Grebenstein kann man gut zeigen, wie wir uns den Hofladen der Zukunft vorstellen“, informiert Silke Flörke, Koordinatorin des ÖMR Nordhessen. Geplant sei, noch mehr regionale Bioprodukte in den Hofläden anzubieten. Damit die Verbraucher zukünftig schneller verlässlich erkennen können, was ein regionales Bioprodukt ist, soll ein neues einheitliches Logo geben, dass bis 2020 im Markt verankert werden soll. Flörke: „Außerdem wollen wir die regionalen Bioerzeuger vorstellen, damit jedes Produkt auch einem Gesicht zugeordnet werden kann“.

Erfolgreich laufe auch der BioRegiomat, der seit Juli 2017 auf dem Campus der Universität Kassel steht. Dieser Lebensmittelautomat bietet regionale Bioprodukte von Landwirten aus der Region Kassel nicht nur für Studenten und Uni-Mitarbeiter an. Mit einer Campus-Card kann man dort rund um die Uhr regionale Käsesorten, Ahle Wurscht, Eier, Pfefferbeißer, Nudeln und anderes mehr aus dem Automaten ziehen. „Wir prüfen zurzeit, wie wir das Angebot saisonal zum Beispiel zur Grillsaison noch anpassen können“, kündigt Flörke an.

Für den Landkreis Kassel spiele das Projekt „Bio-A-Chips“ eine große Rolle: „Hier unterstützen wir den Streuobstwiesen in der Region mit den Bio-Streuobst-Apfelchips der Marke „Grimms Märchen Gold“, so die Koordinatorin weiter. Die Apfelchips wurden zusammen mit der Streuobstinitiative im Landkreis Kassel (SILKA), der Streuobstinitiative und dem BUND im Werra-Meißner-Kreis, der GrimmHeimat Nordhessen (Regionalmanagement Nordhessen) sowie dem Verein AUFWIND (gemeinnützige Werkstätten Eschwege) entwickelt und realisiert. Für „Grimms Märchen Gold“ werden hochwertige Bio-Äpfel aus Nordhessens Streuobstwiesen von Hand gepflückt und mit Schale ohne Zusätze schonend getrocknet. Aus einem Kilo Frischobst werden so rund 100 Gramm Chips.

Im Jahr 2018 hat sich die ÖMR Nordhessen vorgenommen, vor den hessischen Sommerferien vom 16. Juni bis 26. Juni 2018 Bio-Aktionstage durchzuführen. Flörke: „Im Rahmen dieser Aktionstage wollen wir zeigen, wie Biolebensmittel in der Region entstehen und so das Bewusstsein der Verbraucher für regionale Kreisläufe und regionale Lebensmittel stärken“.

06.11.2017




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