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DenkMalPreis 2017 vergeben

Gewinner kommt aus Wilhelmshausen – Sonderpreis geht an Verein Generationenbahnhof in Hümme

Landrat Uwe Schmidt zeigt das Schild, das die Gewinner an ihrem Haus anbringen dürfen. Landrat Uwe Schmidt zeigt das Schild, das die Gewinner an ihrem Haus anbringen dürfen.

Fuldatal / Landkreis Kassel. „Sie sind Mutmacher für andere und leuchtende Beispiele für das was geht.“ Mit diesen Worten begrüßte Landrat Uwe Schmidt am vergangenen Freitagabend die Preisträger des DenkMalPreises 2017 im Dorfgemeinschaftshaus von Wilhelmshausen. Zuvor hatte eine hochkarätige Jury aus Politik, Denkmalpflege, Wissenschaft und Regionalentwicklung aus 17 angemeldeten Häusern sechs Preisträger ausgewählt.

Der 1. Preis ging in diesem Jahr nach Wilhelmshausen an Stefanie Marx und Thomas Linke. Die Beiden haben, mit kleinem Budget, ein 40 Jahre lang leerstehendes Fachwerkhaus gekauft und saniert.

„Insgesamt haben wir nur 100.000 Euro ausgegeben“, so Thomas Linke. In seiner Laudatio lobte Professor Alexander Eichenlaub das Ergebnis der Restauration des 1690 gebauten Hauses, bei der viel Fachwissen eingeflossen sei und das durch „Zurückhaltung und nicht Zurschaustellung“ glänze.

Landrat Uwe Schmidt (3.v.l.) gratulierte den Gewinnern des DenkMalPreises 2017: Im Bild (v.l.) Thomas Linke und Stefanie Marx (Gewinner des 1. Preises), Beate Carl (Verein Generationenbahnhof Hümme) sowie Ulrich und Ulrike Schröder, die eine besondere Würdigung erhielten. Landrat Uwe Schmidt (3.v.l.) gratulierte den Gewinnern des DenkMalPreises 2017: Im Bild (v.l.) Thomas Linke und Stefanie Marx (Gewinner des 1. Preises), Beate Carl (Verein Generationenbahnhof Hümme) sowie Ulrich und Ulrike Schröder, die eine besondere Würdigung erhielten.

Der Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement ging an Verein Generationenbahnhof in Hümme. Insgesamt rund 4.000 Stunden Eigenleistung haben die Vereinsmitglieder in die Sanierung und Umnutzung des Bahnhofs gesteckt, der heute ein Treffpunkt für Vereine und Veranstaltungen ist.

Den 2. Preis teilten sich Marco Herdina aus Immenhausen, der das alte Postamt sanierte, und Frank Bohland aus Hofgeismar, der dafür sorgte, dass die ebenfalls aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammende Villa seiner Familie wieder im alten Glanz erstrahlt.

Der 3. Preis ging zu gleichen Teilen an gleich drei Preisträger: An die Seniorenhilfe Wahlsburg, die die 1906 erbaute ehemalige Schule in Lippoldsberg barrierefrei umgebaut hat. An die Familie Hold, für die Sanierung und den Umbau der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Hagenmühle in Grebenstein, die heute einen Hofladen und eine Zahnarztpraxis beherbergt. Sowie an Mario Fischer aus Wettesingen, der ein Wohnhaus aus dem Jahr 1850 saniert hat.

Eine besondere Würdigung ging zudem an Ulrike und Ulrich Schneider sowie Tina und Steffen Herbold aus Trendelburg-Gottsbüren.

Stefanie Marx und Thomas Linke vor dem von ihnen sanierten Fachwerkhaus in Wilhelmshausen Stefanie Marx und Thomas Linke vor dem von ihnen sanierten Fachwerkhaus in Wilhelmshausen

Finanziell unterstützt wurde der DenkMalPreis von der Martin Löber GmbH und Co. KG aus Hofgeismar. „Ich freue mich, dass der DenkMalPreis immer bekannter wird“, so Landrat Uwe Schmidt abschließend.

Die große Zahl der eingegangenen Bewerbungen zeige auch, dass es viele Wege gebe ein denkmalgeschütztes Haus im ländlichen Raum für die heutigen Bedürfnisse umzubauen.

Glücklicherweise habe der Landkreis zudem Unternehmen, die die nötigen Gewerke anbieten können. „Das Ergebnis“, so Schmidt, „ist auf jeden Fall einzigartig und kein Haus von der Stange.“
 
Hintergrundinfo:

Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude sanieren will, findet auf der vom Landkreis Kassel zusammen mit der Kasseler Bank und der Kasseler Sparkasse betriebenen Internetseite www.landstaerken.de weitere Informationen und Ansprechpartner.

06.11.2017




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