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Bilanz mit dickem Plus

Das modernisierte Dorfgemeinschaftshaus in Langenthal ist ein Vorzeigeprojekt der Dorferneuerung. Im Bild (von hinten) Uwe Kloppmann (Ortsbeirat Langenthal), Peter Nissen (Leiter Servicezentrum Regionalentwicklung), Klaus Herrmann (Ortsvorsteher Langenthal), Landrat Uwe Schmidt, Doreen Weifenbach (Vorstand Musikzug Langenthal) und Kai Bachmann (Bürgermeister Trendelburg). Das modernisierte Dorfgemeinschaftshaus in Langenthal ist ein Vorzeigeprojekt der Dorferneuerung. Im Bild (von hinten) Uwe Kloppmann (Ortsbeirat Langenthal), Peter Nissen (Leiter Servicezentrum Regionalentwicklung), Klaus Herrmann (Ortsvorsteher Langenthal), Landrat Uwe Schmidt, Doreen Weifenbach (Vorstand Musikzug Langenthal) und Kai Bachmann (Bürgermeister Trendelburg).

Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises schiebt Investitionen von 35 Millionen Euro an

Landkreis Kassel. "Wenn es Brei regnet, haben wir den Löffel schon in der Hand." Mit einer Prise Humor umschrieb Landrat Uwe Schmidt die Aufgaben des Servicezentrums Regionalentwicklung des Landkreises Kassel bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Und diese kann sich sehen lassen: Mit einem Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro konnten 2017 wieder zahlreiche Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung im Landkreis Kassel angeschoben werden. "Damit hat sich das Fördervolumen im Vergleich zu 2016 verdoppelt", freute sich Landrat Uwe Schmidt bei der Präsentation im Trendelburger Ortsteil Langenthal über das sehr gute Ergebnis. "Wir müssen die sozialen Strukturen auch und gerade in den Gebieten abseits des Speckgürtels um Kassel erhalten", so der Landrat weiter. "Es darf nicht zu einer Spaltung kommen." Die vom Servicezentrum Regionalentwicklung eingeworbenen Fördergelder, aber auch die vielen vorausschauenden Ideen und Initiativen, seien dabei sehr hilfreich, lobte der Landrat.

Mit 13,5 Millionen Euro war die Wohnungsbauförderung auch im vergangenen Jahr der größte Einzelposten. 7,7 Millionen Euro wurden in den Neubau von Mietwohnungen investiert. 5,3 Millionen wurden für Ein- und Zweifamilienhäuser aufgewendet. Steigend ist die Zahl der Anträge beim behindertengerechten Umbau von Wohneigentum. Hier wurden Umbaumaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 428.000 Euro bewilligt.

Weitere 12,2 Millionen fließen in den Breitbandausbau. Damit sollen die letzten "weißen Flecken" beim Zugang zu schnellem Internet von der Landkarte des Kreises getilgt werden. Insgesamt elf Kommunen beteiligen sich. Neben zahlreichen Privathaushalten profitieren vom Breitbandausbau insbesondere die Schulen im Landkreis. Insgesamt 56 erhalten einen schnellen Glasfaseranschluss bis ins Klassen- beziehungsweise Lehrerzimmer. Ferner werden Gewerbegebiete in Wolfhagen, Schauenburg, Vellmar und Fuldabrück angeschlossen.

Rund 8,3 Millionen Euro weist die Bilanz der Dorf- und Regionalentwicklung für 2017 aus. Gefördert wurden dabei sowohl private, als auch kommunale Bau- und Sanierungsvorhaben. "Bei den von uns bewilligten Anträgen auf Förderung von Privatpersonen geht es zumeist um die Sanierung von historischen Gebäuden, um deren Nutzung weiterhin sicher zu stellen und Leerstand zu verhindern", erläutert der Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung, Peter Nissen. Auf kommunaler Ebene hingegen, sei die Dorfentwicklung darauf gerichtet, das konkrete Lebensumfeld der Menschen, beispielsweise durch den Umbau von Dorfgemeinschaftshäusern zu sozialen Begegnungszentren, zu erhalten und zu verbessern. Im Bereich der Regionalentwicklung flößen Gelder vor allem in die Förderung arbeitsplatzschaffender Projekte sowie regionale Einrichtungen für Kultur und Begegnung.

Den demografischen Wandel aktiv zu gestalten, die vorhandenen Kräfte zu bündeln und die durchaus vorhandenen Chancen zu nutzen, sei auch die Aufgabe der Demografie-Agentur, so Nissen. Dazu gehöre unter anderem der regionale Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", an dem 2017 14 Dörfer teilnahmen, wie auch die Verleihung des "Denkmalpreises" für besonders gelungene Sanierungen von historischen Gebäuden und das damit einhergehende bürgerschaftliche Engagement.

Ganz neu unter dem Dach des Servicezentrum Regionalentwicklung ist die "WIR-Koordination". Im Mai 2017 gegründet, kümmert sich deren Koordinator Manuel Dietrich um die Vernetzung der verschiedenen Akteure bei der Integration von Geflüchteten. "Unser erstes Projekt war ehrenamtliche Integrationslotsen zu qualifizieren", erklärt Nissen. Weitere Projekte zur Qualifizierung und Vernetzung würden folgen.

Als "besonders erfreulich" bezeichnet Nissen die Entwicklung beim Bemühen des Landkreises die Ressourcen der Kommunen in der Touristik zu bündeln. Das Servicezentrum Regionalentwicklung habe sehr intensiv den Aufbau der neuen touristischen Arbeitsgemeinschaften (TAG) "Naturpark Habichtswald" und "Grimmsteig-Touristik" begleitet und unterstützt, so Nissen. Stolz und glücklich sei man auch über den neugeründeten Naturpark Reinhardswald. Dieser sei ein "hervorragendes Beispiel für Vermarktung und Identitätsstiftung unter einem Dach".

Die Zahlen auf einen Blick:

Insgesamt haben die Aktivitäten der Servicestelle Regionalentwicklung folgende Investitionen ausgelöst:

Dorf- und Regionalentwicklung 8.344.067 Euro
Wohnungsbauförderung 13.536.000 Euro
Breitbandausbau 12.822.927 Euro
DemografieAgentur 13.400 Euro
WIR-Koordination 11.132 Euro
Touristikmanagement  39.620 Euro
Naturpark Reinhardswald   203.328 Euro
Gesamt 34.970.474 Euro


14.03.2018




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