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Förderprojekte unter der Lupe

Denkmäler im Fokus von Experten: Bei einem Rundgang durch Grebenstein ging es (v.l.) Reinhard Petersen, Dr. Tobias Wolf, Dr. Karin Gehrmann, dem Ersten Stadtrat Horst Wolff, Peter Nissen, Bauamtsleiter Oliver Kesper, Landrat Uwe Schmidt und Hans-Dieter Baller um Vorschläge zum Erhalt der historischen Stadtmauer und der Türme. Denkmäler im Fokus von Experten: Bei einem Rundgang durch Grebenstein ging es (v.l.) Reinhard Petersen, Dr. Tobias Wolf, Dr. Karin Gehrmann, dem Ersten Stadtrat Horst Wolff, Peter Nissen, Bauamtsleiter Oliver Kesper, Landrat Uwe Schmidt und Hans-Dieter Baller um Vorschläge zum Erhalt der historischen Stadtmauer und der Türme.

Kreisbereisung zum Thema Denkmalschutz

Landkreis Kassel. Ein historisch wertvolles Fachwerkhaus in Ihringshausen, das zum Familienzentrum werden könnte. Die Sanierung der Domänenmauer in Rothwesten sowie der Stadtmauern und Türme in Grebenstein. Möglicher Denkmalschutz für die noch vollständig erhaltene Fuchsmühle in Niedermeiser und die Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung. Vier sehr interessante Projekte standen in diesem Jahr auf der Liste der Kreisbereisung zum Thema Denkmalschutz. Schon zum siebten Mal lud Landrat Uwe Schmidt zu dieser Rundreise zusammen mit Experten. Mit an Bord: Dr. Karin Gehrmann von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Tobias Wolf, Bezirkskonservator beim Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Reinhard Petersen, Leiter der Denkmalpflege im Landkreis Kassel, Hans-Dieter Baller, Vorsitzender des Denkmalbeirats des Landkreises Kassel sowie Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung.

"Denkmalpflege ist wichtig, aber meist auch teuer", betont Landrat Uwe Schmidt. Deshalb sei es wichtig immer wieder Unterstützungs- und Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten. "Vor Ort können sich die Experten austauschen, sich einen Eindruck verschaffen und den Kommunen oder auch privaten Eigentümern erste Tipps geben", so der Landrat weiter, "was letztendlich die Antragstellung für Fördergelder erleichtert." In den vergangenen Jahren konnten so bereits umfangreiche Fördermittel eingeworben und einige denkmalgeschützte Gebäude vor dem Verfall gerettet werden. Häufig in Kombination mit einer sinnvollen Nutzung.

Landrat Uwe Schmidt mit Mühlenbesitzer Albrecht Bertelmann aus Niedermeiser Landrat Uwe Schmidt mit Mühlenbesitzer Albrecht Bertelmann aus Niedermeiser

Eine besondere Rolle spielt dabei die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Sie ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. "Der besondere Charme der Stiftungsgelder ist, dass sie fördertechnisch wie Eigenkapital behandelt werden und daher mit anderen Fördertöpfen kombiniert werden können, wodurch höhere Fördersummen möglich werden", erklärt Peter Nissen.

Dr. Karin Gehrmann von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz machte sich schon während der Bereisung zahlreiche Notizen und zeigte sich abschließend beeindruckt von den vorgestellten Projekten. "Dieser Tag war super vorbereitet", lobte sie, bevor sie - mit vielen Eindrücken und Informationen im Gepäck - die Rückreise antrat. Bezüglich der Denkmalschutzprojekte freue sie sich auf Anträge zur Förderung.

Hintergrund:
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion "Tag des offenen Denkmals". Rund 400 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 5.000 Denkmale mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht.

06.08.2018




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