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Die flexible und familiennahe Alternative

Geschafft! Elf neue Tagesmütter erhielten von Vizelandrat Andreas Siebert ihre Abschlussbescheinigungen. Geschafft! Elf neue Tagesmütter erhielten von Vizelandrat Andreas Siebert ihre Abschlussbescheinigungen.

Landkreis baut sein Ausbildungsangebot aus - elf neue Tagesmütter helfen Eltern bei der Bildung und Betreuung ihrer Kinder

Kreis Kassel. Die Nachfrage nach Tagesmüttern und –vätern ist unverändert hoch. Deshalb hat sich der Landkreis Kassel entschlossen, gemeinsam mit der VHS-Region Kassel einen weiteren Qualifizierungskurs für Kindertagespflegepersonen anzubieten. Dieser bildet somit ein zweites Standbein, neben der bereits seit vielen Jahren bewährten Qualifizierung in Kooperation mit der Stadt Kassel und der Elisabeth-Knipping-Schule.

Vizelandrat Andreas Siebert ließ es sich nicht nehmen, die Abschlussbescheinigungen an die elf erfolgreichen Teilnehmerinnen persönlich zu übergeben. Dabei hob er die Bedeutung der Kindertagespflege als flexible Alternative zur institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen hervor. "Die Kindertagespflege ist ein unverzichtbares Angebot in der Betreuungslandschaft. Ihre Arbeit ist daher enorm wichtig und wertvoll", so Siebert zu den Absolventinnen. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass es sich um Betreuer handele, die eine entsprechende Erlaubnis und den Nachweis einer Ausbildung vorweisen können. Denn: "Kinder zu bilden, erziehen und zu betreuen und sie damit bei ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit und steht heute mehr denn je im Fokus des öffentlichen Interesses", betonte der Vizelandrat.

Diese hohen Qualitätsansprüche seien erforderlich, um das Vertrauen in die Kompetenz der Betreuer bei den beteiligten Eltern zu stärken. "Wer sein Kind zur Pflege abgibt, möchte sicher sein, dass es in guten Händen ist", so Siebert.

Gesetzliche Grundlage der Tagespflege ist das achte Sozialgesetzbuch. Danach ist die Kindertagespflege als Betreuungsform der Betreuung in Kindertageseinrichtungen gleich gestellt. Jeder, der Kinder außerhalb der Wohnung ihrer Eltern mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Entgelt und länger als drei Monate betreuen will, benötigt dazu eine Erlaubnis. Die Kindertagespflegeperson muss fachlich und persönlich geeignet, zur Kooperation mit den Eltern, anderen Tagespflegepersonen und dem Jugendamt bereit sein sowie Räume vorweisen, in denen Kinder altersgerecht betreut werden können. Die fachliche Eignung kann man in Qualifizierungskursen des Jugendamtes erwerben.

Die elf neuen Tagesmütter wurden im Rahmen von 160 Unterrichtseinheiten seit April 2018 auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Grundlage der Ausbildung ist das Curriculum des Bundesverbandes der Kindertagepflege. Den Abschluss bildete die Hospitation bei einer erfahrenen Tagespflegeperson.

Nathalie Schmidt und Verena Plutz (im Bild links) bedankten sich mit Blumen und einen Geschenk bei den Hauptreferentinnen Jessika Wäscher und Deborah Ratzel. Nathalie Schmidt und Verena Plutz (im Bild links) bedankten sich mit Blumen und einen Geschenk bei den Hauptreferentinnen Jessika Wäscher und Deborah Ratzel.

Abschließend bedankte sich Vizelandrat Siebert bei den beiden Leiterinnen des Qualifizierungskurses. Deborah Ratzel und Jessica Wäscher. "Sie haben den Kurs inhaltlich gefüllt und mit Herzblut begleitet", rief ihnen Siebert zu, "die Prüfungen der letzten drei Tage haben gezeigt, dass es sich gelohnt hat."

Im Landkreis Kassel werden aktuell rund 600 Kinder von 120 Kindertagespflegepersonen betreut. Insgesamt 150 Tagespflegepersonen besitzen derzeit eine Qualifizierung und Erlaubnis, jedoch sind nicht alle aktiv.

Für Fragen rund um die Tagespflege ist Ralph Kleppe, Jugendamt des Landkreises Kassel, Wilhelmshöher Allee 19–21, 34117 Kassel, Telefon: 0561/1003-1334 der richtige Ansprechpartner. Weitere Informationen zur Kinderbetreuung gibt es auf der Internetseite des Landkreises Kassel unter: http://www.landkreiskassel.de/Kinderbetreuung.
 


EXTRA-INFO

Im Landkreis Kassel gibt es insgesamt fünf Vermittlungsstellen, die Eltern, Kindertagespflegepersonen und an einer Kindertagespflege Interessierte beraten:

  • das Mütterzentrum Hofgeismar
    (Tel.: 05671/925564),
    zuständig für die Kommunen Bad Karlshafen, Calden, Grebenstein, Hofgeismar, Immenhausen, Liebenau, Oberweser, Reinhardshagen, Trendelburg und Wahlsburg;
     
  • der Kreisverband Kassel-Wolfhagen des Deutschen Roten Kreuzes
    (Tel.: 05692/9940-303),
    zuständig für die Kommunen Bad Emstal, Breuna, Habichtswald, Naumburg, Wolfhagen und Zierenberg;
     
  • die  Sternschnuppe Vellmar
    (Tel.: 0561/825929),
    zuständig für die Kommunen Ahnatal, Espenau, Fuldatal und Vellmar;
     
  • die Familienbildungsstätte der AWO in Baunatal
    (Tel.: 05601/9690045),
    zuständig für Baunatal und Schauenburg und
     
  • der Regionalverband Kassel-Nordhessen des Arbeiter-Samariter-Bundes
    (0561/9518751),
    zuständig für die Kommunen Fuldabrück, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal und Söhrewald.

 




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