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Helfen statt Egoismus

(v.l.) Bürgermeister Arnim Roß, Landrat Uwe Schmidt, Polizei-Jugendkoordinator Michael Grieneisen und KVG-Trainerin Birgit Schaumburg bei der Übergabe der Zertifikate für die neuen Fahrbegleiter an der IGS Kaufungen. (v.l.) Bürgermeister Arnim Roß, Landrat Uwe Schmidt, Polizei-Jugendkoordinator Michael Grieneisen und KVG-Trainerin Birgit Schaumburg bei der Übergabe der Zertifikate für die neuen Fahrbegleiter an der IGS Kaufungen.

Landrat Uwe Schmidt übergibt Zertifikate an 18 neue Fahrbegleiter an der IGS Kaufungen

Kaufungen. Sie sind Partner für Schüler und Fahrer. Sie helfen Auseinandersetzungen, Verletzungen oder Beschädigungen zu vermeiden. Sie bieten Schutz für die kleinen Fahrgäste und übernehmen eine Vorbildfunktion für andere.

Im Rahmen einer Feierstunde vor rund 150 Mitschülern bekamen 18 neue Fahrbe-gleiter der IGS Kaufungen von Landrat Uwe Schmidt ihre Zertifikate und ein kleines Geschenk überreicht. Damit gehören sie zu den insgesamt 400 Jungen und Mädchen an 15 Schulen im Landkreis die für mehr Sicherheit in Bussen und Straßen-bahnen sorgen. „Das Engagement der Fahrbegleiter ist beispielhaft und führt dazu, dass die Fahrt von und zur Schule für Nutzer und Fahrer stressfreier und sicherer wird“, betonte Landrat Uwe Schmidt in seiner kurzen Ansprache.

„Das Engagement der Fahrbegleiter ist beispielhaft und führt dazu, dass die Fahrt von und zur Schule für Nutzer und Fahrer stressfreier und sicherer wird“ - Landrat Uwe Schmidt

„Jeder braucht in seinem Leben auch einmal Hilfe“, rief Bürgermeister Arnim Roß den Schülern zu und bezeichnete das Engagement als Fahrbegleiter als „Beitrag gegen den Egoismus in der Gesellschaft“.

Die 18 neuen Fahrbegleiter an der IGS Kaufungen. Im Hintergrund Landrat Uwe Schmidt, Schulleiterin Christine Saure, Bürgermeister Arnim Roß, Polizei-Jugendkoordinator Michael Grieneisen und KVG-Trainerin Birgit Schaumburg. Die 18 neuen Fahrbegleiter an der IGS Kaufungen. Im Hintergrund Landrat Uwe Schmidt, Schulleiterin Christine Saure, Bürgermeister Arnim Roß, Polizei-Jugendkoordinator Michael Grieneisen und KVG-Trainerin Birgit Schaumburg.

Bevor die Fahrbegleiter ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen, werden sie intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet. So berichtete Trainerin Birgit Schaumburg von der KVG, dass die zukünftigen Fahrzeugbegleiter mit Rollenspielen in Deeskalation und Konfliktbewältigung geschult wurden. Außerdem standen Strategien zum neutralen Verhalten sowie Kommunikationstechniken und Körpersprache auf dem Stundenplan. „Die Schüler sollen dabei auch ein Gefühl dafür erhalten, wann sie selbst agieren können und wann es besser ist, Hilfe zu holen.“, so Schaumburg.

Wie das in der Praxis aussieht, erfuhren die Schüler von Maxi Kilian. Sie besucht momentan die 10. Klasse und ist seit zwei Jahren als Fahrbegleiterin aktiv. „Die Ausbildung hat mich darin bestärkt, mich für andere Schüler einzusetzen“, berichtete sie und machte den Neuen damit Mut für ihre Aufgabe.   

„Die neue Generation von Fahrbegleitern an unserer Schule zeigt, dass Jugendliche durchaus bereit sind sich zu engagieren und ihre Mitschüler zu unterstützen“ - Schulleiterin Christina Saure

Große Freude auch bei Schulleiterin Christina Saure: „Die neue Generation von Fahrbegleitern an unserer Schule zeigt, dass Jugendliche durchaus bereit sind sich zu engagieren und ihre Mitschüler zu unterstützen“, betonte sie und fügte an: „Ich bin stolz auf euch, denn ihr seid auch Vorbild für die folgenden Klassen“.

Saure und Schmidt waren sich abschließend darin einig, dass die neuen Fahrbegleiter Kompetenzen erworben haben, die für das ganze Leben nützlich sind. „Ihr freiwilliges soziales Engagement ist beispielhaft“, betonte der Landrat, und wies darauf hin, dass man mit dem Zertifikat in den Bewerbungsunterlagen durchaus auch bei späteren Arbeitgebern punkten könne. Zudem stärke die Ausbildung Selbstbewusstsein und Zivilcourage.

Hintergrund
Die Ausbildung, die mit Hilfe von Koordinatoren in den Schulen organisiert wird, hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt, das von den Schulen und den Schülern gerne umgesetzt wird. Die pro Lehrgang entstehenden Kosten von rund 5.500 Euro werden vom Landkreis Kassel getragen.

03.12.2018



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