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Familie und Bildung


 

Unterbringung und Betreuung

Wie erfolgt die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge im Landkreis Kassel?

Welche Immobilien eignen sich für Gemeinschaftsunterkünfte?

Wie erfolgt die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen?


Benötigt der Landkreis Personal für die Betreuung der Flüchtlinge?

 

Wie erfolgt die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge im Landkreis Kassel?

20150914 Asyl Pommern 200Ende Dezember 2018 lebten 4.325 Flüchtlinge im Landkreis Kassel.

Flüchtlinge wohnen in allen Kommunen im Landkreis Kassel – die Bandbreite reicht von fünf Neubürgern in Reinhardshagen bis zu 715 in Wolfhagen (Stand jeweils Ende Dezember 2018).

Während von November 2015 bis März 2016 jede Woche bis zu 150 neue Flüchtlinge im Landkreis ankamen, ist die Zahl der  Neuankömmlinge aktuell auf rund 40 im Monat gesunken. Aus diesem Grund verringert der Kreis seine Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen Schritt für Schritt.

Im Unterschied zur Betreuungs- und Unterbringungssituation zu Beginn der 90er Jahre während der Zeit der Bürgerkriegsflüchtlinge vom Balkan, hat sich der Landkreis bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation  für ein anderes Konzept entschieden. Notwendige Gemeinschaftsunterkünfte für die ankommenden Flüchtlinge werden vom Kreis selbst mit eigenem Personal betrieben, um so eine klare Verantwortlichkeit für eine den Bedürfnissen der Flüchtlinge entsprechende Betreuung zu erhalten. Außerdem wird zur besseren Integration nach einer Orientierungsphase der Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat eine Unterbringung in von den Asylbewerbern selbst angemieteten Wohnungen angestrebt. Auch hier findet noch weiter eine Betreuung statt.

Sobald Asylbewerber einen wie auch immer gearteten Aufenthaltsstatus erhalten, werden sie – sofern sie erwerbsfähig sind – vom Jobcenter des Landkreises Kassel betreut. Aktuell (Stand 30. Dezember 2018) befinden sich noch 1022 Asylbewerber ohne einen Aufenthaltsstatus im Landkreis; 1504 Flüchtlinge mit Aufenthaltsstatus werden mittlerweile vom Jobcenter betreut.
Seit 1. September 2017 gilt auch in Hessen die sogenannte „Wohnsitzauflage“. Auch anerkannte Asylbewerber können danach nicht mehr frei entscheiden, wo sie sich in Hessen dauerhaft niederlassen. Stattdessen kann allen, die nach dem 1. März anerkannt wurden, für maximal drei Jahre ein bestimmter Wohnsitz zugewiesen werden. Damit soll nach Aussage des Hessischen Innenministeriums eine einigermaßen gleichmäßige Verteilung der Asylbewerber im Land erreicht werden.

Liste der Gemeinschaftsunterkünfte mit der jeweiligen Kapazität:

Gemeinschaftsunterkünfte Hausleitung Telefonnummer Plätze
 
34308 Bad Emstal
Liebenzeller Straße Wilfried Zeuch 05624/9218886
0162/2623076
54
 
34385 Bad Karlshafen
C.-D.-Stunz-Weg Hildegard Gunkel-Becker 05672/4399909
0152/25680288
37
Winnefelder Straße Hildegard Gunkel-Becker
Dorothe Römer
05672/4399761 75
Weserstraße Dorothe Römer 05672/4399896
0173/6184566
26
 
34225 Baunatal
Fuldastraße Melanie Lieberum-Asbrand 05665/1839710
0173/3571855
100
Lärchenweg Melanie Lieberum-Asbrand 05665/1839710
0173/3571855
26
 
34314 Espenau
Schulweg Marco Giambalvo 05673/9946744
0172/2849445
48
Hinter dem Hagen Marco Giambalvo 05673/9946744
0172/2849445
31
 
34277 Fuldabrück
Industriestraße Stefanie Ertel 0561/58580009
0152/01676846
41
 
34233 Fuldatal
Sonnenallee Reza Danesh Sararoodi 05607/2159975
0152/25671614
152
 
34369 Hofgeismar
Manteuffel-Anlage Catja Houij 05671/5070237
0173/1934545
42
Vor dem Schöneberger Tor Catja Houij

Andrea Weller
05671/5070237
0173/1934545

0173/3448159
57
Neue Straße Andrea Weller 05671/608785
0173/3448159
60
 
34253 Lohfelden
Am Fieseler Werk Stefanie Ertel 0561/50613440
0152/01676846
53
 
34329 Nieste
Rotte Breite Joachim Drewes 05605/3057954
0172/5884331
25
 
34466 Wolfhagen
Pommernanlage Haus Nr. 5 Dirk Müller 05692/9999223
01733587694
82
Pommernanlage Haus Nr. 6 Christina Förster

Vera Wenzel
05692/9998985
0173/5770214

0173/2635707
95
Pommernanlage Haus Nr. 7 Bernhard Schönefeld 05692/9999244
0173/9662713
68
Pommernanlage Haus Nr. 8 Amir Vafaei 05692/9999183
0152/08660958
106
Pommernanlage Haus Nr. 9 Reza Hakimzadeh 05692/9999026
0173/3418990
85
Pommernanlage Haus Nr. 11 Günther Pfannkuche 05692/9998852
0173/3299346
79
Pommernanlage Haus Nr. 12 Münevver Karapinar 05692/9999170
0172/5871388
78
Pommernanlage Haus Nr. 13 Florence Viereck 05692/9998843
0172/5886930
80

 

Nicht allen Flüchtlingen gelingt es, eine Wohnung anzumieten. Es bleibt das erklärte Ziel des Landkreises, möglichst viele Mietverhältnisse in Wohnungen zu realisieren, da diese Unterbringungsform die Integration und die Teilhabe am Leben in Deutschland am besten ermöglicht. In Privatwohnungen werden in der Regel nur Flüchtlinge untergebracht, die bereits längere Zeit Deutschland leben und sich bereits in ihrer neuen Heimat akklimatisiert haben.

Ohne Gemeinschaftsunterkünfte wird und soll es  auch in Zukunft nicht gehen. Für die Neuankömmlinge aus den Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind die Gemeinschaftsunterkünfte ein guter Weg, um in der neuen Umgebung heimisch zu werden. Sollte die Zahl der dem Landkreis vom Land Hessen zugewiesenen  Asylbewerber wieder auf mehr als 100 Flüchtlinge pro Woche steigen, kann schon aus organisatorischen Gründen zumeist nicht unmittelbar eine Vermittlung in private Wohnungen erfolgen.

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Welche Immobilien eignen sich für Gemeinschaftsunterkünfte?

Aktuell werden die Kapazitäten der Gemeinschaftsunterkünfte aufgrund der zurückgehenden Flüchtlingszahlen abgebaut – es besteht kein Bedarf an neuen Gemeinschaftsunterkünften

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Wie erfolgt die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen?

Der Landkreis ist wegen der begrenzten Zahl von Unterkunftsmöglichkeiten in den Gemeinschaftsunterkünften dringend darauf angewiesen, dass Flüchtlinge in Wohnungen ziehen.

Grundsätzlich gilt, dass die für die Flüchtlinge in Frage kommenden Wohnungen den rechtlichen Vorgaben entsprechen müssen, die ansonsten auch für Empfänger von Hartz IV-Leistungen gelten. Das heißt, dass die Größe der Wohnung und die Ausstattung den Anforderungen des SGB II entsprechen müssen. Im Landkreis variieren die Mieten zwischen dem direkten Umfeld der Stadt Kassel und den mehr ländlichen Räumen im Norden und Westen des Landkreises. Grundsätzlich sind Mieten von 4 Euro pro m² für Wohnungen für Flüchtlinge akzeptabel – in der Nähe von Kassel kann der Betrag höher liegen.
Wenn eine Wohnung durch einen Flüchtling angemietet wird, zahlt der Landkreis Kassel die Kosten für Miete und Heizung an den Vermieter.

Flüchtlinge, die keine Bleibeperspektive haben, weil sie aus einem „sicheren Herkunftsland“ oder einem sogenannten „sicheren Drittland“ kommen, werden nicht in Wohnungen vermittelt, da ihre Aufenthaltsdauer in Deutschland in der Regel auf wenige Monate beschränkt ist. Dies erfolgt auf Bitten der Vermieter, die verständlicherweise Interesse an einer längerfristigen Vermietung haben und nicht einen Wechsel der Mieter alle acht Wochen möchten.

 




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