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Unterbringung und Betreuung

Wie erfolgt die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge im Landkreis Kassel?

Welche Immobilien eignen sich für Gemeinschaftsunterkünfte?

Wie erfolgt die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen?


Benötigt der Landkreis Personal für die Betreuung der Flüchtlinge?

 

Wie erfolgt die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge im Landkreis Kassel?

20150914 Asyl Pommern 200Mit Stand vom 31. Oktober 2017 lebten 2.719 Flüchtlinge im Landkreis Kassel.

Flüchtlinge wohnen in fast allen Kommunen im Landkreis Kassel – die Bandbreite reicht von vier Neubürgern in Wahlsburg bis zu 576 in Wolfhagen (Stand jeweils Ende Oktober 2017).

Während von November 2015 bis März 2016 jede Woche bis zu 150 neue Flüchtlinge im Landkreis ankamen, ist die Zahl der  Neuankömmlinge aktuell auf rund 60 im Monat gesunken. Aus diesem Grund verringert der Kreis seine Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen Schritt für Schritt.

Im Unterschied zur Betreuungs- und Unterbringungssituation zu Beginn der 90er Jahre während der Zeit der Bürgerkriegsflüchtlinge vom Balkan, hat sich der Landkreis bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation  für ein anderes Konzept entschieden. Notwendige Gemeinschaftsunterkünfte für die ankommenden Flüchtlinge werden vom Kreis selbst mit eigenem Personal betrieben, um so eine klare Verantwortlichkeit für eine den Bedürfnissen der Flüchtlinge entsprechende Betreuung zu erhalten. Außerdem wird zur besseren Integration nach einer Orientierungsphase der Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat eine Unterbringung in von den Asylbewerbern selbst angemieteten Wohnungen angestrebt. Auch hier findet noch weiter eine Betreuung statt.

Sobald Asylbewerber einen wie auch immer gearteten Aufenthaltsstatus erhalten, werden sie – sofern sie erwerbsfähig sind – vom Jobcenter des Landkreises Kassel betreut. Aktuell (Ende Oktober 2017) befinden sich noch 1215 Asylbewerber ohne einen Aufenthaltsstatus im Landkreis; 1504 Flüchtlinge mit Aufenthaltsstatus werden mittlerweile vom Jobcenter betreut.
Seit 1. September 2017 gilt auch in Hessen die sogenannte „Wohnsitzauflage“. Auch anerkannte Asylbewerber können danach nicht mehr frei entscheiden, wo sie sich in Hessen dauerhaft niederlassen. Stattdessen kann allen, die nach dem 1. März anerkannt wurden, für maximal drei Jahre ein bestimmter Wohnsitz zugewiesen werden. Damit soll nach Aussage des Hessischen Innenministeriums eine einigermaßen gleichmäßige Verteilung der Asylbewerber im Land erreicht werden.

Liste der Gemeinschaftsunterkünfte mit der jeweiligen Kapazität:

  Plätze   Plätze
Bad Emstal 60 Bad Karlshafen 50
Liebenzeller Straße
34308 Bad Emstal
C.-D.-Stunz-Weg
34285 bad Karlshafen
Bad Karlshafen 80 Bad Karlshafen 45
Winnefelder Straße
34285 Bad Karlshafen
Weserstraße
34285 Bad Karlshafen
Baunatal 140 Baunatal 60
Fuldastraße
34225 Baunatal
Lärchenweg
34225 Baunatal
Breuna 30 Espenau 45
Entengasse
34479 Breuna
Schulweg
34314 Espenau-Hohenkirchen
Fuldatal 150 Fuldabrück 40
Sonnenallee
34233 Fuldatal-Rothwesten
Industriestraße
34277 Fuldabrück
Helsa 37 Hofgeismar 42
Bürgermeister-Brandt-Straße
34298 Helsa
Manteuffel-Anlage
34369 Hofgeismar
Hofgeismar 60 Hofgeismar 60
Schöneberger Tor
34369 Hofgeismar
Neue Straße
34369 Hofgeismar
Immenhausen 25 Kaufungen 45
Kasseler-Straße
34376 Immenhausen-Holzhsn.
Sophie-Henschel-Weg
34260 Kaufungen
Lohfelden 60 Nieste 10
Fieseler Werk
34256 Lohfelden
Kaufunger Straße
34329 Nieste
Nieste 25 Oberweser 35
Rotte Breite
34329 Nieste
Brückenstraße
34399 Oberweser-Gieselwerder
Trendelburg 24 Vellmar 35
Mittelstraße
34388 Trendelburg-Deisel
Rosengarten
Warburger Straße
34246 Vellmar
Wolfhagen 825 Zierenberg 40
Pommernanlage
34466 Wolfhagen
Dörnbergstraße 35 A
34289 Zierenberg

Nicht allen Flüchtlingen gelingt es, eine Wohnung anzumieten. Es bleibt das erklärte Ziel des Landkreises, möglichst viele Mietverhältnisse in Wohnungen zu realisieren, da diese Unterbringungsform die Integration und die Teilhabe am Leben in Deutschland am besten ermöglicht. In Privatwohnungen werden in der Regel nur Flüchtlinge untergebracht, die bereits längere Zeit Deutschland leben und sich bereits in ihrer neuen Heimat akklimatisiert haben.

Ohne Gemeinschaftsunterkünfte wird und soll es  auch in Zukunft nicht gehen. Für die Neuankömmlinge aus den Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind die Gemeinschaftsunterkünfte ein guter Weg, um in der neuen Umgebung heimisch zu werden. Sollte die Zahl der dem Landkreis vom Land Hessen zugewiesenen  Asylbewerber wieder auf mehr als 100 Flüchtlinge pro Woche steigen, kann schon aus organisatorischen Gründen zumeist nicht unmittelbar eine Vermittlung in private Wohnungen erfolgen.

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Welche Immobilien eignen sich für Gemeinschaftsunterkünfte?

Aktuell werden die Kapazitäten der Gemeinschaftsunterkünfte aufgrund der zurückgehenden Flüchtlingszahlen abgebaut – es besteht kein Bedarf an neuen Gemeinschaftsunterkünften

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Wie erfolgt die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen?

Der Landkreis ist wegen der begrenzten Zahl von Unterkunftsmöglichkeiten in den Gemeinschaftsunterkünften dringend darauf angewiesen, dass Flüchtlinge in Wohnungen ziehen.

Grundsätzlich gilt, dass die für die Flüchtlinge in Frage kommenden Wohnungen den rechtlichen Vorgaben entsprechen müssen, die ansonsten auch für Empfänger von Hartz IV-Leistungen gelten. Das heißt, dass die Größe der Wohnung und die Ausstattung den Anforderungen des SGB II entsprechen müssen. Im Landkreis variieren die Mieten zwischen dem direkten Umfeld der Stadt Kassel und den mehr ländlichen Räumen im Norden und Westen des Landkreises. Grundsätzlich sind Mieten von 4 Euro pro m² für Wohnungen für Flüchtlinge akzeptabel – in der Nähe von Kassel kann der Betrag höher liegen.
Wenn eine Wohnung durch einen Flüchtling angemietet wird, zahlt der Landkreis Kassel die Kosten für Miete und Heizung an den Vermieter.

Flüchtlinge, die keine Bleibeperspektive haben, weil sie aus einem „sicheren Herkunftsland“ oder einem sogenannten „sicheren Drittland“ kommen, werden nicht in Wohnungen vermittelt, da ihre Aufenthaltsdauer in Deutschland in der Regel auf wenige Monate beschränkt ist. Dies erfolgt auf Bitten der Vermieter, die verständlicherweise Interesse an einer längerfristigen Vermietung haben und nicht einen Wechsel der Mieter alle acht Wochen möchten.

 


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