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Meta Frank, geb. KönigsthalMeta Frank, geb. Königsthal

1914 – 1994

Chronistin des jüdischen Lebens

Meta Frank wächst, als Tochter von Gustav und Helene Königsthal, in einer alteingesessenen jüdischen Familie in Bad Karlshafen auf. Ihr Vater ist Händler, ihre Mutter betreibt eine Pension. Ihre Großmutter Fanny Königsthal ist als Wohltäterin bekannt, die sich regelmäßig um Kranke und Arme kümmert.

Nach der Mittleren Reife besucht Meta Frank eine Handelsschule in Gießen, um danach in den elterlichen Betrieb zurückzukehren. Doch dann kommt alles anders. Unter dem Druck der nationalsozialistischen Verfolgung, heiratet sie im Oktober 1934 den Arzt Kurt Frank, um mit ihm und ihrer Familie nach Palästina auszuwandern.

Die Erinnerung an die glücklichen Tage ihrer Jugend in Bad Karlshafen und den dramatischen Wandel durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten nimmt Meta Frank mit in ihre neue Heimat.

Einer breiteren Öffentlichkeit wird Meta Frank aber erst 60 Jahre später bekannt. Im Jahre 2004 veröffentlicht der Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde in Hofgeismar ihre Lebenserinnerungen unter dem Titel „Schalom, meine Heimat – Lebenserinnerungen einer nordhessischen Jüdin“. In Hofgeismar ist eine Straße nach Meta Frank benannt.

29 plus eine – FrauenLebensOrte | Bad Karlshafen

Abbildungsnachweis: Michael Dorhs, Ein Leben zwischen zwei Welten: Zum Tode von Meta Frank, im Jahrbuch 2006 des Landkreises Kassel, Seite 60.

 

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