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Marie BehreMarie Behre

1840 –1913

Die Oberin mit Weitblick

Marie Behre wird am 26. März 1840 als Tochter eines Organisten und Mittelschullehrers bei Hannover geboren. Gerade 15 Jahre alt, liest sie von der Gründung der Kaiserswerther Diakonie durch den Pastor und Sozialreformer Theodor Fliedner und beschließt, sich der Schwesterngemeinschaft anzuschließen. Da ein Eintritt jedoch erst mit 18 Jahren möglich ist, wird Marie Behre zunächst Lehrerin.

1862 schließlich tritt sie der Gemeinschaft bei, wird Lehrschwester und 1865 als Diakonissin eingesegnet. Vom Mutterhaus wird sie sodann nach Smyrna, das heutige Izmir in der Türkei, geschickt. Nach viereinhalb Jahren kehrt sie nach Deutschland zurück und wechselt zum Mutterhaus in Treysa, wo ihr die Leitung der Schule übertragen wird.

Fünf Jahre später wird sie Oberin der Diakonissen in Treysa. Unter ihrer Leitung zieht das Mutterhaus von Treysa nach Kassel-Wehlheiden und wird erheblich erweitert. 1899 gründet sie im ehemaligen Hotel „Bellevue“ in Baunatal-Guntershausen das Kinderhaus „Marienheim“.

Nur schweren Herzens legt sie 71-jährig ihr Amt als Oberin der Diakonissen nieder. Zwei Jahre später, am 16. Januar 1913, verstirbt sie. Heute ist das Marie-Behre-Altenhilfezentrum in Baunatal-Gunterhausen nach ihr benannt.

29 plus eine – FrauenLebensOrte | Baunatal

Abbildungsnachweis: Informationstafel am Diakonissenkrankenhaus in Kassel.

 



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