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Auftrag für die Verlegung der Bundesstraße 7 für den Flughafenausbau Kassel/Calden vergeben

Kreis Kassel. Der Kreisausschuss des Landkreises Kassel hat die Aufträge für die flughafenbedingte Verlegung der Bundesstraße 7 vergeben. „Für den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden muss die Bundesstraße 7 auf einer Länge von etwa 2,4 Kilometern in südliche Richtung verlegt werden“, informiert Landrat Uwe Schmidt. Von der Verlegung betroffen sind auch die Kreisstraßen 32 und 50, die neu an die B 7 angeschlossen werden. Der Kreistag hatte im November 2009 beschlossen, dass der Landkreis Kassel einen Förderantrag bei der Europäischen Kommission stellt, um so eine Mitfinanzierung aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung für die flughafenbedingte Verlegung der Bundesstraße zu erreichen. Im Januar 2010 hatte der hessische Verkehrminister Dieter Posch einen entsprechenden Förderbescheid der Europäischen Union in Höhe von rund 2,77 Millionen Euro an Landrat Schmidt übergeben.
Schmidt: „Wir haben die Aufgabe des Antragstellers übernommen, da von der Verlegung der Bundesstraße auch zwei Kreisstraßen betroffen sind - damit profitiert auch der Landkreis von der EU-Förderung“.

Für den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Kassel-Calden zu einem Verkehrsflughafen wird eine Verlegung der Bundesstraße 7 in südwestlicher Richtung erforderlich. Mit der Verlegung muss auch die Anbindung der Kreisstraße 32 nach Meimbressen und der Kreisstraße 50 nach Schachten neu gestaltet werden. Bereits im Dezember 2009 waren mit ersten Vorarbeiten für die Straßenverlegung begonnen worden. Im Bereich des Hegeholzes wurden 13 Hektar gerodet, da hier zukünftig die B 7 verlaufen soll. Als Ausgleich für diese und noch eine weitere für die Anflugbefeuerung des Flughafens benötigte Waldfläche von vier Hektar werden in der Umgebung des neuen Flughafens mehr als 50 Hektar Wald neu angelegt. Außerdem werden entlang der verlegten Bundesstraße Hecken und Feldgehölze gepflanzt.

Um die Belastungen für die Verkehrsteilnehmer während der Bauphase möglichst gering zu halten, wurde bei der Planung der Maßnahme besonderer Wert auf die Umfahrung der Baustelle gelegt. Schmidt: „Die B 7 gehört zu den vielbefahrenen Straßen in unserer Region – es ist gelungen, Verkehrsbehinderungen durch halbseitige Sperrungen zu vermeiden.“

Die Kosten für die noch im Juni beginnenden Bauarbeiten belaufen sich auf rund 3,8 Millionen Euro – das wirtschaftlichste Angebot gab ein Unternehmen aus Korbach ab.

20130607 B7 Diagramm

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