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Kreis kämpft weiter für stationäre Versorgung in Wolfhagen

Kein Verständnis für das Verhalten der GNH

Wolfhagen/Region Kassel. "Es hat sich nichts geändert: Ich setze mich weiter für den Erhalt des Krankenhausstandorts Wolfhagen und ein stationäres Angebot am Ofenberg ein", stellt Landrat Uwe Schmidt klar. Der einstimmige Beschluss des Kreistags vom 19. September sei die Basis für alle Gespräche und Verhandlungen, die "ich selbst mit Unterstützung des Sachverstands der Kreisverwaltung und von externen Beratern führe", informiert Schmidt: "Ich rede mit allen Gesprächspartnern auch über alle Punkte des Kreistagsbeschlusses – also auch darüber, welche Alternativen für eine qualitativ gute und nachhaltige medizinische Versorgung umsetzbar sind".

Zu dieser Thematik gehöre natürlich auch, konkretisierte Informationen der Gesundheit Nordhessen AG zu erhalten, wie sie sich ein vom Aufsichtsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Christian Geselle angekündigtes regionales Gesundheitszentrum vorstellt. "Wenn ich solche Gespräche nicht führen würde, kann man mir nachher zu Recht vorwerfen, dass ich nicht alle Optionen geprüft habe", betont Schmidt. Mutmaßungen in der HNA, dass es eine Lösung oder eine Einigung zwischen Stadt und Landkreis Kassel zugunsten der Schließung der Klinik Wolfhagen gegeben habe "sind nichts anderes als Stimmungsmache. Offensichtlich versteht man nicht, worum es bei der Auseinandersetzung zwischen GNH und dem Landkreis wirklich geht", kritisiert der Landrat. Auch wenn das einige immer wieder behaupteten, gehe es "eben nicht um eine Auseinandersetzung zwischen zwei SPD-Mitgliedern, sondern um die Auseinandersetzung zwischen Stadt und ländlichem Raum", verdeutlicht Schmidt.

Auf vollkommenes Unverständnis stößt das Verhalten des GNH-Vorstandes, der eine Zusage für die Teilnahme an einer nicht öffentlichen Informationsveranstaltung zu den Plänen der GNH für Mitglieder des Kreistages und des Kreisausschusses "53 Minuten vor Beginn der Sitzung per Mail zurückgezogen hat", schüttelt Schmidt den Kopf: "Ich kann gut verstehen, dass sich die angereisten Mitglieder der beiden Gremien über dieses Verhalten ärgern und ich kann für mich sagen, dass ich mich veräppelt fühle". So gehe man unter Partnern nicht miteinander um.

Auch der Grund der Absage des GNH-Vorstands kann Schmidt nicht überzeugen. "Da wird von uns verlangt, dass wir auf die uns durch das Urteil des Landgerichts in die Hand gegebenen Mittel verzichten – das ist schon ein sehr seltsames Rechtsverständnis".

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