Generalsanierung der Sporthalle Söhre-Schule

Ein Gutachten bestätigt die Notwendigkeit der Generalsanierung.

Nach intensiven Untersuchungen gibt es nun einen Fahrplan für die Zukunft der Sporthalle an der Söhre-Schule in Lohfelden: Ein bauphysikalisches Gutachten hat ergeben, dass für eine nachhaltige Behebung der Schimmelschäden eine umfassende energetische Sanierung der gesamten Gebäudehülle erforderlich ist. In einem gemeinsamen Termin mit der Schulleitung, der Gemeinde Lohfelden und den Sportvereinen haben wir jetzt das weitere Vorgehen abgestimmt“, teilt Schuldezernentin Silke Engler mit. 

Das Gutachten zeigt, dass die gesamte thermische Gebäudehülle nicht die notwendigen Mindestanforderungen an den Wärmeschutz erfüllt. Dies führt an zahlreichen Stellen zu Tauwasserbildung, was die primäre Ursache für den festgestellten Schimmelbefall ist. Insbesondere mangelhaft gedämmte Außenwände, undichte Fugen an den Fassadenplatten sowie kritische Wärmebrücken an den Dachanschlüssen wurden von dem Gutachter als Hauptprobleme identifiziert.

Als Sanierungslösung wird eine komplette energetische Ertüchtigung empfohlen. „Dazu gehören die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems an den Außenwänden, die Dämmung des Haupt- und Nebendaches sowie die Isolierung der Attiken“, erklärt Martina Rapprich, Fachbereichsleiterin beim Immobilienmanagement des Landkreises. Durch diese Maßnahmen soll die Oberflächentemperatur der Innenwände erhöht werden, um zukünftige Kondenswasserbildung zu verhindern. Das Sanierungskonzept soll die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und mögliche Kriterien der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfüllen.

Das weitere Vorgehen ist wie folgt geplant: Zunächst werden bis Ende Januar 2026 ergänzende Boden- und Tragwerksgutachten eingeholt. Anschließend wird die Suche nach einem Generalplaner eingeleitet. In diesem Prozess sollen die Bedarfe von Schule und Vereinen für die zukünftige Nutzung berücksichtigt werden. Die Ausschreibung der Bauleistungen ist nach der Genehmigung des Haushalts 2026 vorgesehen.

Die Umsetzung der gesamten Sanierungsmaßnahmen wird voraussichtlich bis Ende 2028 andauern. Die Schule wird für als Interim die Halle in Fuldabrück nutzen, die sich im Eigentum der Gemeinde befindet und deshalb während der Unterrichtszeiten verfügbar ist. Die Beförderung der Schülerinnen und Schüler wird durch Busse sichergestellt. Aktuelle laufen zudem intensive Gespräche, um auch für die betroffenen Sportvereine eine gute Lösung zu finden.