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Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

Kulturstiftung des Landkreises unterstützt AIDS-Hilfe Kassel

Landkreis Kassel. Schon seit vielen Jahren unterstützt der Landkreis Kassel regelmäßig Benefiz-Veranstaltungen der AIDS-Hilfe Kassel e.V. sowie deren Kinoprojekt „Queerfilm Kassel“.  So auch in diesem Jahr. Bei der Übergabe eines Schecks über 500 Euro bekräftigte der Vorsitzende der Kulturstiftung, Vizelandrat Andreas Siebert, seine Wertschätzung für die Arbeit AIDS-Hilfe Kassel. „Auch wenn sich die Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, leiden Menschen mit von der Norm abweichender sexueller Identität auch hierzulande immer noch unter Diskriminierung und Vorurteilen“, so Siebert. „Aufklärung und Vernetzung ist daher weiterhin wichtig.“ Die Kinoreihe „Queerfilm Kassel“ leiste dafür einen wichtigen Beitrag.

Der Vorsitzende der Kulturstiftung des Landkreises Kassel, Vizelandrat Andreas Siebert, übergab 500 Euro an Ira Belzer, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Kassel, zur Unterstützung des Kinoprojekts „Queerfilm Kassel“.

Wie Ira Belzer, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Kassel erläuterte, tragen die Fördermittel der Kulturstiftung dazu bei die Kosten für Filmmiete sowie Betriebs- und Werbekosten der seit sieben Jahren stattfindenden und sehr erfolgreichen Kinoreihe abzudecken. Die AIDS-Hilfe kooperiert dabei mit den Bali-Kinos, Filmladen Kassel e.V., dem autonomen SchwuLesBiTrans*Queer+ Referat der Universität Kassel, der Jugendgruppe „Queer & Young“ sowie dem Kasseler Frauenbündnis. Ziel der Filmabende ist es queere und queerfreundliche Cineasten zu erreichen und zu vernetzen sowie Stigmatisierung und Diskriminierungen von Menschen mit von der Norm abweichender sexueller Identität abzubauen. Gezeigt werden Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentationen. Aber auch Vorträge und Diskussionsrunden gehören zum Programm. Ferner beteiligt sich die AIDS-Hilfe an dem Schulaufklärungsprojekt „SCHLAU“, in dem Jugendliche ins Gespräch kommen mit Menschen, die selbst lesbisch, bi, schwul, queer, asexuell oder trans sind.

„Wie in so vielen gesellschaftlichen Bereichen gilt es vorhandene Vorurteile vor allem durch Dialog abzubauen“, betonte der Vizelandrat abschließend. Angesichts des Wiedererstarkens repressiver Kräfte in Europa müsse dabei immer wieder deutlich gemacht werden, „dass Toleranz und die Möglichkeit zur Teilhabe zu den unantastbaren Grundfesten unserer Gesellschaft gehören“.    

Die nächsten Termine in der Reihe „Queerfilm Kassel“ sind: 17. Juli: „Postcards von London“; 21. August: „Der Einstein des Sex“; 18. September: „Folkbildingsterror“; 16. Oktober: „Messer im Herzen“.

„40 Orte - 40 Aktionen“ 

Laut dem Robert Koch Institut betreffen HIV-Spätdiagnosen vor allem ländliche Regionen. Mit der Kampagne „40 Orte – 40 Aktionen“ wird die AIDS-Hilfe Kassel deshalb in Kooperation mit Schwerpunktärzten und den Gesundheitsämtern aus Nordhessen im 2. Halbjahr 2019 mehrere Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Multiplikatoren aus Beratungseinrichtungen im ländlichen Raum organisieren. Inhalte der Veranstaltung sollen sein: Basiswissen zu HIV mit einem Schwerpunkt auf die Indikatorerkrankungen, um Spätdiagnosen zu vermeiden. Vorgestellt werden auch verschiedenen Testmöglichkeiten mit besonderem Augenmerk auf dem neuen Selbsttest. Auch die speziellen Testberatungsangebote der AIDS Hilfe Kassel werden vorgestellt. 

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