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Zusätzliche Mittel für Suchtberatung und Drogenhilfe

Landkreis hilft Defizit auszugleichen – Vizelandrat Andreas Siebert verweist dabei auf zusätzliche Suchtgefahren während der Corona-Pandemie

Landkreis Kassel. Der Landkreis Kassel stellt zusätzliche Mittel für die Sucht- und Drogenberatung bereit. Dies hat der Kreisausschuss in seiner Sitzung am 24. November beschlossen. 7.650 Euro gehen an die Drogenhilfe und 5.500 Euro an die Suchtberatung des Diakonischen Werkes Region Kassel. „Wir sichern mit den zusätzlich bereit gestellten Geldern wichtige Hilfsangebote im Landkreis“, erläutert Vizelandrat Andreas Siebert. Beide Beratungsstellen arbeiteten auf Grund gestiegener Kosten zuletzt defizitär. „Die Beratung, Betreuung und Unterstützung von suchtkranken Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist für uns von großer Bedeutung“, so der Sozialdezernent des Landkreises, der darauf hinweist, „dass die Corona-Pandemie alle Akteure vor immense Herausforderungen stellt und auch neue Suchtgefahren schafft“.

Das Angebot der Drogenhilfe Nordhessen umfasst im Landkreis Kassel die Fachstelle für Suchtprävention, die Drogenberatung in Hofgeismar und Wolfhagen sowie eine mobile Drogenberatung. Dazu kommen verschiedene Präventionsangebote. Der Landkreis unterstützt die Drogenhilfe Nordhessen derzeit mit jährlich 58.950 Euro. 

Die Suchtberatung des Diakonischen Werkes bietet Beratung und Unterstützung bei Alkohol- und Medikamentenmissbrauch sowie Glücksspielsucht. Darüber hinaus widmet sich das Projekt „Real Life“ der Beratung und Aufklärung bei exzessivem Medienkonsum. Ein Phänomen, welches gerade unter Jugendlichen sehr stark zunimmt. Für beide Bereiche erhält die Diakonie eine jährliche Kreisförderung in Höhe von 35.000 Euro.