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Engagiert für einen sicheren Schulweg

Landkreis hat mit Fahrbegleitern eine Vorreiterrolle in Hessen

Immenhausen. Sie sind Partner für Schüler und Fahrer. Sie helfen Auseinandersetzungen, Verletzungen oder Beschädigungen zu vermeiden. Sie bieten Schutz für die kleinen Fahrgäste und übernehmen eine Vorbildfunktion für andere.

16 neue Fahrbegleiter an der Freiherr-vom-Stein Schule sind zukünftig Partner für Mitschüler und Fahrer.

Im Rahmen einer Feierstunde bekamen 16 neue Fahrbegleiter der Freiherr-vom-Stein Schule in Immenhausen von Landrat Uwe Schmidt ihre Zertifikate und ein kleines Geschenk überreicht. Damit gehören sie zu den insgesamt 400 Jungen und Mädchen an 15 Schulen im Landkreis die für mehr Sicherheit in Bussen und Straßenbahnen sorgen. "Der Landkreis Kassel hat mit seinen ehrenamtlichen Fahrbegleitern eine Vorreiterrolle in Hessen", betonte Schmidt in seiner kurzen Ansprache vor den Schülern. Das Engagement der jungen Fahrbegleiter sei beispielhaft, "nicht nur für andere Schüler, sondern auch für die Gesellschaft", so der Landrat.

Das Thema griff auch Simone Wolf, Jugendkoordinatorin beim Polizeipräsidium Nordhessen, auf. "Wir stellen immer wieder fest, dass sich viele beklagen, aber kaum jemand sich selbst engagieren will", so die Polizistin. Bei den Fahrbegleitern sei das anders: "Sie wollen nicht nur reden, sondern auch handeln."

Bevor die Fahrbegleiter ihre verantwortungsvolle Tätigkeit aufnehmen, werden sie intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet. So berichtete Trainerin Birgit Schaumburg von der KVG, dass die zukünftigen Fahrzeugbegleiter mit Rollenspielen in Deeskalation und Konfliktbewältigung geschult wurden. Außerdem standen Strategien zum neutralen Verhalten sowie Kommunikationstechniken und Körpersprache auf dem Stundenplan. "Die Schüler sollen dabei auch ein Gefühl dafür erhalten, wann sie selbst agieren können und wann es besser ist, Hilfe zu holen.", so Schaumburg.

Greta Rettberg sorgt für mehr Sicherheit im Schulbus.

Viel Lob für die Mädchen und Jungen kam auch von Schulleiterin Brigitte Kastell: "Die neue Generation von Fahrbegleitern an unserer Schule zeigt, dass Jugendliche durchaus bereit sind sich zu engagieren und ihre Mitschüler zu unterstützen", betonte sie. Kastell und Schmidt waren sich abschließend auch darin einig, dass die neuen Fahrbegleiter Kompetenzen erworben haben, die für das ganze Leben nützlich sind.

Hintergrund:
Die Ausbildung, die mit Hilfe von Koordinatoren in den Schulen organisiert wird, hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt, das von den Schulen und den Schülern gerne umgesetzt wird. Die pro Lehrgang entstehenden Kosten von rund 5.500 Euro werden vom Landkreis Kassel getragen.

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