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Erfolgsmodell für den sicheren Schulweg

Landrat übergibt Zertifikate an zwölf neue Fahrbegleiter an der IGS Kaufungen

Kaufungen. Sie sind Partner für Schüler und Fahrer. Sie helfen Auseinandersetzungen, Verletzungen oder Beschädigungen zu vermeiden. Sie bieten Schutz für die kleinen Fahrgäste und übernehmen eine Vorbildfunktion für andere.

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Landrat Uwe Schmidt vor rund 200 Schülern Zertifikate und Ausweise an zwölf neue Fahrbegleiter an der IGS Kaufungen. Damit gehören sie zu den insgesamt 400 Jungen und Mädchen an 15 Schulen im Landkreis die für mehr Sicherheit in Bussen und Straßenbahnen sorgen. „Das Engagement der Fahrbegleiter ist beispielhaft und führt dazu, dass die Fahrt von und zur Schule für Nutzer und Fahrer stressfreier und sicherer wird“, betonte Schmidt in seiner kurzen Ansprache.

Die IGS Kaufungen hat zwölf neue Fahrbegleiter. Im Hintergrund: Landrat Uwe Schmidt, Bürgermeister Arnim Roß, Schulleiterin Christine Saure, Trainerin Birgit Schaumburg, Jugendkoordinatorin Simone Wolf, Ausbildungsbegleiter Gerald Schmidt und der stellvertretende Schulleiter Martin Stamme.

Dem schloss sich auch Bürgermeister Arnim Roß an: „Wir als Gemeinde freuen uns über jeden jungen Menschen, der sich ehrenamtlich engagiert“, rief der Bürgermeister den Schülern zu und bezeichnete das Einsatz für die Mitschüler als „Beweis für die Zivilcourage“. Simone Wolf, Jugendkoordinatorin beim Polizeipräsidium Nordhessen, betonte: „Ihr habt jetzt das Handwerkszeug um richtig zu handeln und besonnen zu handeln.“

Bevor die Fahrbegleiter ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen, werden sie intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet. So berichtete Trainerin Birgit Schaumburg von der KVG, dass die zukünftigen Fahrzeugbegleiter mit Rollenspielen in Deeskalation und Konfliktbewältigung geschult wurden. Außerdem standen Strategien zum neutralen Verhalten sowie Kommunikationstechniken und Körpersprache auf dem Stundenplan. „Die Schüler sollen dabei auch ein Gefühl dafür erhalten, wann sie selbst agieren können und wann es besser ist, Hilfe zu holen.“, so Schaumburg.

Landrat Uwe Schmidt bedankte sich bei allen Fahrbegleitern für ihr Engagement und übergab die Zertifikate.

Große Freude auch bei Schulleiterin Christina Saure: „Ich bin stolz auf euch“, betonte sie. Die neue Generation von Fahrbegleitern an unserer Schule zeige, dass Jugendliche durchaus bereit sei, sich zu engagieren und ihre Mitschüler zu unterstützen.

Schulleiterin und Landrat waren sich abschließend darin einig, dass die neuen Fahrbegleiter Kompetenzen erworben haben, die für das ganze Leben nützlich sind. „Ihr freiwilliges soziales Engagement ist beispielhaft“, so Schmidt, der auch darauf hinwies, dass man mit dem Zertifikat in den Bewerbungsunterlagen durchaus auch bei späteren Arbeitgebern punkten könne. Zudem stärke die Ausbildung Selbstbewusstsein und Zivilcourage.

Hintergrund:

Die Ausbildung, die mit Hilfe von Koordinatoren in den Schulen organisiert wird, hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt, das von den Schulen und den Schülern gerne umgesetzt wird. Die pro Lehrgang entstehenden Kosten von rund 5.500 Euro werden vom Landkreis Kassel getragen.

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