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Im Einsatz für junge Familien

Jetzt anmelden: Zusatzausbildung zur Familienhebamme und Familien-Gesundheits-Krankenpflegerin wird erstmals auch in Kassel angeboten

Landkreis Kassel. Im kommenden Jahr wird erstmals die berufsbegleitende Qualifikation zur Familienhebamme und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und -pfleger auch in Kassel angeboten. „Eine vielleicht einmalige Chance, für die wir hart kämpfen mussten“, berichtet Netzwerkkoordinatorin Silvia Nagy von den Frühen Hilfen im Fachbereich Jugend beim Landkreis Kassel. Denn normalerweise findet die Qualifizierung im fernen Frankfurt statt. „Nun hoffen wir natürlich, dass möglichst viele Gesundheitsfachkräfte aus der Region die Gelegenheit nutzen werden“, so Nagy

Sie unterstützen werdende und junge Eltern im Landkreis Kassel: (v.l.) Sonja Dietrich aus Hofgeismar, Birgit Trümper aus Ahnatal, Ute Geißer-Dietz aus Heimarshausen, Monika Dohnal aus Söhrewald, Susanne Seifert aus Hess. Lichtenau, Tanja Becker aus (Wolfhagen), Silvia Nagy (Netzwerkkoordinatorin) und Michaela Pill aus Hofgeismar.

„Die Arbeit ist herausfordernd, aber auch spannend und vielfältig“, berichtet Susanne Seifert, die seit vielen Jahren für die Frühen Hilfen arbeitet. Denn Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und -pfleger stehen werdenden und jungen Eltern zur Seite, die sich während der Schwangerschaft und nach der Geburt unsicher fühlen und mit besonderen Belastungen kämpfen. Sie helfen aber auch, wenn gesundheitliche Probleme der Eltern oder des Kindes die junge Familie belasten. Sie geben Tipps, wenn Konflikte, mangelnde Deutschkenntnisse oder fehlende soziale Kontakte den Eltern das Leben erschweren. „Dabei arbeiten wir eng mit anderen Berufsgruppen zusammen, etwa mit Ärzten, Kliniken und mit lokalen Anlauf- oder Beratungsstellen“, so Seifert. 

„Entscheidend ist die Bereitschaft selbstständig zu arbeiten, sich immer wieder auf neue Familien einlassen zu können und dabei ein Gespür dafür zu entwickeln, was im jeweiligen Fall nötig ist“, sagt Sonja Dietrich aus Hofgeismar, die seit vielen Jahren als Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin arbeitet. 

„Wer sich für die Zusatzausbildung entscheidet, erhält Unterstützung und wird von Anfang an in unser Team integriert“, betont Nagy, die verspricht: „Auszubildende können an den Teamtreffen, den Supervisionen, den Netzwerktreffen, den Fortbildungen und den Fachveranstaltungen teilnehmen, und so in enger Begleitung ihre ersten Schritte als Gesundheitsfachkraft in den Frühen Hilfen machen.“

Weitere Informationen bei Silvia Nagy unter Telefon 0561-1003 1229 oder per Email an  silvia-nagylandkreiskasselde

Qualifizierung zur Familienhebamme und Familien-Gesundheits-Krankenpflegerin:

Die berufsbegleitende Qualifizierung ist aufgeteilt in mehrere Blockseminare und dauert rund ein Jahr. Teilnehmen können Hebammen, Kinderkrankenpflegerinnen und Krankenpflegerinnen, mit Berufserfahrung in der Kinderpflege oder einer Geburtsklinik, die im Landkreis Kassel arbeiten wollen. Die Weiterbildungskosten trägt zu fast 100 Prozent der Landkreis Kassel. Anmeldung bis 2. Oktober. Ausbildungsbeginn ist am 1. Februar 2021.