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Mehr Termine für das Impfzentrum in Calden

Lagebesprechung mit der zuständigen Task-Force Impfen beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport bringt Fortschritte

Landkreis Kassel. In den letzten Wochen mussten viele Bürgerinnen und Bürger des Landkreises feststellen, dass sie zwar beim zentralen Impftermin-Service des Landes registriert werden konnten, aber es zum Teil bis zu sieben Wochen dauerte, bis dann auch ein Termin vergeben wurde. "Deshalb haben wir", so Vizelandrat Andreas Siebert, "in den vergangenen Tagen zusammen mit der zuständigen Task-Force Impfen beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport die Lage intensiv aufgearbeitet." Mit Erfolg: Ab sofort sollen mehr Termine vergeben werden.

"Am 9. April läuft das Impfzentrum zum ersten Mal mit voller Kapazität", freut sich Siebert, "und auch für die absehbare Zeit bis zum 18. April rechnen wir mit Hochbetrieb." Der notwendige Personalbedarf im Impfzentrum sei durch die bereits zur Verfügung stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgedeckt.

Folgende Themen wurden besprochen:

  • Grundsätzlich steht weiterhin nicht genügend Impfstoff für das Ausschöpfen der Kapazitäten der Impfzentren zur Verfügung. Diese Problematik betrifft alle Impfzentren und damit auch das Impfzentrum des Landkreises Kassel in Calden. Mit der vom Bund angekündigten steigenden Verfügbarkeit von Impfstoffen für das zweite Quartal 2021 müsste sich dieses Problem in den nächsten Wochen beheben lassen.
  • Das Hin und Her um die Nutzbarkeit des Impfstoffes von AstraZeneca hat dazu geführt, dass es besonders bei den Sonderimpf-Aktionen für Beschäftigte an Grund- und Förderschulen sowie Kindertagesstätten zu Umbuchungen und Neuansetzung von Terminen gekommen ist, die auch Auswirkungen auf die Kapazitäten der Impfzentren hatten. Auch dieses Problem betrifft alle Impfzentren. Im Impfzentrum Calden werden die letzten Sonderimpfungen für diese Gruppe am 10./11. April durchgeführt. Die hessischen Impfzentren haben sich beim Land Hessen dafür eingesetzt, solche Sonderaktionen zukünftig nicht mehr anzuordnen und dieser Bitte hat das Land Hessen entsprochen. Die ab dem 1. April für Beschäftigte an allen anderen Schulformen in Hessen vom Land geschaffene Möglichkeit, einen Impftermin zu erhalten, läuft über das zentrale Terminvergabesystem des Landes und nicht als „Sonder-Aktion“.
  • Aufgrund der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut werden mittlerweile die Zeiträume zwischen Erst- und Zweitimpfung auf den jeweils längsten Zeitraum festgelegt. Das bedeutet, dass die Zweitimpfungen in den Impfzentren und durch mobile Impfteams mit den Impfstoffen BionTech/Pfizer und Moderna statt nach drei Wochen bzw. vier Wochen jetzt nach sechs Wochen erfolgen sollen. Bei AstraZeneca erfolgt die Zweitimpfung statt nach neun Wochen bisher nach 12 Wochen. Dies hatte Anpassungen für die zentrale Terminvergabe des Landes zur Folge, die dazu geführt haben, dass in den letzten beiden Wochen weniger Impftermine freigeschaltet wurden. Mit der Neusynchronisierung der Termine musste sichergestellt werden, dass es nicht zu Überbuchungen in den Impfzentren kommt. Im Impfzentrum Calden können täglich bis zu 1.200 Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt werden. Mehr als 600 Erstimpfungen pro Tag sind nicht möglich, da auch nicht mehr als 600 Zweitimpfungen pro Tag umgesetzt werden können.
  • Im Landkreis Kassel haben die mobilen Impfteams größere Herausforderungen zu bewältigen als in anderen Landkreisen. Die Zahl der stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen und auch die Zahl der Einrichtungen der Eingliederungshilfe wie z.B. die Baunataler Diakonie Kassel und die in diesen Einrichtungen zu impfenden Risikogruppen liegt mit über 11.000 Personen zum Teil um mehr als 75 Prozent höher als in den benachbarten Gebietskörperschaften. Die Arbeit der mobilen Impfteams, die pro Tag naturgemäß nicht so viele Impfungen durchführen können, wie im Impfzentrum selbst, dauert länger und beansprucht mehr Impfstoffkapazitäten als in anderen Gebietskörperschaften.
  • Im Gespräch mit der Task Force Impfen beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport konnte ein Problem im Ablauf zwischen der Meldung von freien Kapazitäten durch das Impfzentrum und der Freischaltung von Terminen im zentralen Impftermin-Service erkannt und behoben werden, so dass zukünftig hier keine gemeldeten Kapazitäten mehr unberücksichtigt bleiben dürften.

Damit möglichst viele Menschen geimpft werden können, appelliert Siebert an alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Kassel die von ihrem Hausarzt geimpft werden, Dopplungen bei der Terminvergabe zu vermeiden.

  • Diejenigen, die sich beim zentralen Impfterminservice des Landes Hessen angemeldet haben und dort eine Registrierung aber noch keinen Termin erhalten haben, sollten ihre hausärztliche Impfung beim zentralen Impfterminservice des Landes Hessen melden.
  • Diejenigen, die bereits einen Termin beim Impfzentrum Calden hatten, aber eine hausärztliche Impfung vorgezogen haben, können ihre Termine unter der Mailadresse  iz-koordinationlandkreiskasselde stornieren.
  • Diejenigen, die sich auf das Anschreiben der Hessischen Landesregierung als nicht mobile über 80jährige für einen Impftermin zuhause gemeldet haben, seitdem auf einen solchen Termin warten und jetzt von ihrem Hausarzt geimpft werden, sollten dies ebenfalls an die Mailadresse  iz-koordinationlandkreiskasselde melden. Bitte in beiden Fällen Namen und Adresse angeben bzw. bei denjenigen mit Terminen auch die Termine.