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Landkreis unterstützt Praxisübernahme

Neue Frauenärzte in Fuldatal bieten Spezialsprechstunde an und schaffen neuen Ausbildungsplatz

Ihringshausen. Zu Beginn des Jahres hat Prof. Dr. Daniel Beyer, zusammen mit seiner Frau Dr. Feriel Amari, die Frauenarztpraxis von Dr. Bernd Kloss in Ihringshausen übernommen. Die beiden Experten für Pränataldiagnostik und gynäkologische Onkologie sind damit nach vielen Jahren der Spezialisierung an verschiedenen Kliniken in Deutschland in ihre alte Heimat Nordhessen zurückgekehrt. Unterstützung erhielten sie dabei vom Landkreis Kassel.

"Es war unser Ziel unser erworbenes Spezialwissen auch im Rahmen unserer Niederlassung als Frauenärzte zusätzlich anbieten zu können", erklärt Dr. Amari. Dafür jedoch sei es notwendig gewesen, in ein sehr teures High-End-Gerät zur Ultraschalldiagnostik zu investieren. "Wenn es um die Ultraschalldiagnostik bei ungeborenen Babys geht, braucht es High-Tech", bekräftigt Professor Beyer, "denn die Organe sind zum Teil nur wenige Millimeter groß." Mit der vom Landkreis geförderten Anschaffung habe man das Angebotsspektrum der Praxis deutlich erweitern können. "Was wir diagnostisch anbieten, finden Patienten sonst nur in großen Kliniken", so Beyer.

Prof. Dr. Daniel Beyer seine Frau Dr. Feriel Amari zeigten Vizelandrat Andreas Siebert bei der Bescheidübergabe für die Fördergelder welche Vorteile medizinische Hightech-Geräte in der Gynäkologie für die Patientinnen bieten.

"Ich freue mich, dass sie sich zur Rückkehr nach Nordhessen und zur Praxisübernahme entschlossen haben", betonte Vizelandrat Andreas Siebert bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides über 19.200 Euro aus Mitteln der Regionalförderung. "Mit der zusätzlichen Schaffung einer Ausbildungsstelle haben sie die notwendigen Voraussetzungen zur Förderungen von Kleinstunternehmen erfüllt und stärken gleichzeitig ländlichen Raum." Der Schritt in die Selbstständigkeit sei immer auch ein gewisses Wagnis, so Siebert weiter. Daher sei es richtig und notwendig, auch mit öffentlichen Mitteln "Starthilfe" zu geben.

"Das sieht auch das zuständige Regionalforum HessenSpitze so und hat das Projekt einstimmig zur Förderung empfohlen", ergänzt Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung des Landkreises. "Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, fehlender Fachkräfte und altersbedingter Unternehmensaufgaben sei es sinnvoll und notwendig Anreize zu schaffen, die eine bedarfsorientierte Gründung oder Entwicklung von Kleinstunternehmen in den Bereichen Handwerk, Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie, Betreuung, Gesundheit, Kultur und Mobilität ermöglichen", so Nissen. Auf diesem Weg werde der Landkreis auch in Zukunft weiter gehen.

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