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29 plus eine – FrauenLebensOrte

Barbara Christine von Bernhold (1690 – 1756)

Von der schönen Geliebten zur klugen Reichsgräfin

Barbara Christine von Bernhold wird im Januar 1690 als Tochter von Johann Ludwig von Bernhold zu Eschau und dessen Ehefrau Anna Lucrezia in Wiesbaden geboren. Als der Vater stirbt, tritt sie in die Dienste der späteren Landgräfin Eleonore von Hessen-Rheinfels-Rotenburg. Am Hof in Rotenburg lernt sie schließlich Landgraf Karl kennen.

Nach dem Tod von dessen Ehefrau Amalia von Kurland, im Jahre 1711, wird die 21-Jährige zunächst die Geliebte des Landgrafen. Später macht er sie zu seiner offiziellen Mätresse. Der verliebte Landgraf verleiht ihr 1721 die Anwartschaft auf das Lehen Ellingerode und schenkt ihr im gleichen Jahr das Gut Veckerhagen.

Auch nach dem Tod von Landgraf Karl, im Jahre 1730, bleibt sie und avanciert zur ersten Dame am Hofe. Sie agiert als Ratgeberin des Landgrafen Wilhelm VIII. und wird zur Großhofmeisterin ernannt. 1742 wird sie gar von Kaiser Karl VII. in den Stand einer Reichsgräfin erhoben.

Das Schloss und die Domäne in Veckerhagen behält Barbara Christine von Bernhold bis zu ihrem Tode am 27. Dezember 1756 in ihrem Besitz.

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Sabine Köttelwesch, Barbara Christine von Bernhold, im Jahrbuch 2001 des Landkreises Kassel, Seite 16
  • Epitaph der Agnes von Bürgeln in der Stadtkirche Wolfhagen, Foto © Birgit Mietzner, 2018
  • Aufnahme ca. 1913 aus Irene Ewinkel, Emilie Hofmann, geb. Klake aus Liebenau – eine deutschamerikanisch sozialistische Dichterin (Hessische Heimat, 2016 Heft 1, Seite 8)
  • Reliquienbüste der Hl. Kunigunde, vermutl. Böhmen um 1440 (Paderborn, Diözesanmuseum) aus Ingrid Baumgärtner (Hg.), Kunigunde – eine Kaiserin an der Jahrtausendwende (Kassel 1997) Seite 34
  • Privatarchiv
  • Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv und Grafiksammlung (Wikimedia Commons).
  • Nataly von Eschstruth 1892, Xylografie (Holzschnitt) von Gunnar Forssell (Wikimedia Commons).

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