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Auf „Land-Rad-Tour“ durchs Wolfhager Land

Vertreter von Landkreis, Kommunen und ADFC waren mit interessierten Bür-gern unterwegs, um die Radverkehrsinfrastruktur weiter zu verbessern

Landkreis Kassel. Das 46-Seelen-Dorf Leckringhausen war Endpunkt der diesjährigen „Land-Rad-Tour“ von Landrat Uwe Schmidt gemeinsam mit Vertretern des Landkreises, der Kommunen, des ADFC und interessierten Bürgern. Knapp 40 Kilometer - quer durch das Wolfhager Land - wurde gemeinsam in die Pedale getreten. Stets im Blick, die Frage nach möglichen Verbesserungen der Radinfrastruktur und der Radwegeführung. 

Mit verschiedenen Akteuren im Gespräch bleiben: Bei der „Land-Rad-Tour“ waren Vertreter des Landkreises, der Kommunen, des ADFC mit interessierte Bürgern im Wolfhager Land unterwegs

„Die Tour war wieder sehr informativ, auch wenn wir  bedingt durch die Coronapandemie in diesem Jahr leider mit begrenzter Teilnehmerzahl unterwegs waren“, so Landrat Uwe Schmidt nach der Ankunft. Anregungen für Verbesserungen gab es trotzdem. Einige lieferte Günther Euler. Der 72-Jährige ist leidenschaftlicher Radfahrer und kennt die Gegend wie seine Westentasche. „Ich brenne für meine Heimat und will gerne dazu beitragen die Radinfrastruktur für alle zu verbessern“, begründet er sein Engagement. Besonders im Blick hat er dabei die Beschilderung. Diese sei wohl an manchen Stellen ohne genaue Ortskenntnis erfolgt, beklagt Euler.

Robert Wöhler vom Radfahrerverband ADFC lobte anschließend den Informationsgewinn durch die Tour. „Vieles bei uns konzentriert sich auf die Stadt Kassel und die umliegenden Gebiete“, bemerkt er selbstkritisch. Die „Land-Rad-Tour“ biete die Gelegenheit auch über den Tellerrand zu schauen, so der Vorsitzende des ADFC Kassel Stadt und Land. „Ich sehe auch im Landkreis großes Potential für den Radverkehr“, so Wöhler, der betont: „Viele Wege sind hier gut ausgebaut, an manchen Stellen gebe es jedoch noch Bedarf für Lückenschlüsse.“  

Knapp 40 Kilometer - quer durch das Wolfhager Land - wurde gemeinsam in die Pedale getreten. Stets im Blick, die Frage nach möglichen Verbesserungen der Radinfrastruktur und der Radwegeführung.

Während der Fahrt, an der auch die beiden Bürgermeister Reinhard Schaake aus Wolfhagen und Stefan Frankfurth aus Bad Emstal teilnahmen, wurden Mängel erfasst und sich über Möglichkeiten der Verbesserung ausgetauscht. „Viele der Anregungen lassen sich mit geringem Aufwand umsetzen“, so Stefan Arend, der Radverkehrsbeauftragte des Landkreises Kassel. So könne an einigen Stellen im Wolfhager Raum, ergänzend zu der aktuellen Radwegweisung, zusätzlich auf fahrradtauglichere Wegeverbindungen hingewiesen werden.  

Uwe Koch, Fachbereichsleiter Schulen, Sport und Mobilität beim Landkreis Kassel, stellte der Stadt Wolfhagen zudem einen Zuschuss in Aussicht, um eine mögliche Gefahrenstelle an der Gefällstrecke des Hessischen Radfernweges R 4 bei Leckringhausen zu asphaltieren. 

Landrat Uwe Schmidt zog denn auch ein positives Fazit: „Der Landkreis Kassel unterstützt die Kommunen nach Kräften bei Radverkehrsmaßnahmen. Die jährliche Land-Rad-Tour trägt dazu bei, dass wir diesbezüglich mit verschiedenen Akteuren im Gespräch bleiben.“