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Naturschutz durch Nichtstun

Blühfläche am Kreishaus wird nicht gemäht – Pflanzenreste dienen als Winter-quartier und Vogelnahrung

Landkreis Kassel. Die einstige Blütenpracht ist verflogen, doch gemäht wird nicht. Die Blühfläche am Kreishaus in Kassel bleibt unberührt. „Denn auch wenn es für den Betrachter vielleicht nicht mehr so schön aussieht, haben die verblühten Pflanzen doch weiterhin einen Nutzen“, erklärt Ausbilder Markus Thürmer, der mit den Auszubildenden für Garten- und Landschaftsbau der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel (AGiL) die Blühfläche betreut.

Halme und Stängel dienen in der kalten Jahreszeit als Lebensraum für Insekten. Die Samen der Pflanzen sind weiterhin Nahrungsquelle für Vögel. „Erst im Frühjahr werden wir alle Pflanzenreste abmähen“, erklärt Thürmer. Dies sei notwendig, um das Nährstoffangebot nicht zu fördern und somit eine Konkurrenz für die Blühpflanzen zu verhindern. „Dann ist alles klar für den neuen Austrieb“, so der Landschaftsplaner.

Passend zum Hessischen Tag der Nachhaltigkeit 2018 hatte sich der Landkreis aufgemacht, das Umfeld des Kreishauses insektenfreundlicher zu gestalten. Dazu wurde auf einer bisherigen Rasenfläche ein Beet mit Staudenmischpflanzen angelegt. Bei den ausgewählten Pflanzen handelt es sich um speziell zusammengesetzte Mischungen aus vielen verschiedenen, winterharten, vorwiegend ausdauernden Blütenpflanzen, Gräsern und Farnen. Die Mischung orientiert sich an natürlichen Pflanzenvorkommen.

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