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Fördermittel für Fachwerkzentrum Oberkaufungen bewilligt

Kaufungen. Das geplante Fachwerkzentrum in Oberkaufungen wird konkreter: "Ich freue mich, dass ich der Gemeinde Kaufungen einen Förderbescheid in Höhe von 105.896 Euro aus Mitteln der Europäischen Union übergeben kann", überbringt Vizelandrat Andreas Siebert gute Nachrichten für Kaufungen, Bürgermeister Arnim Roß und die Mitglieder des Fachwerkvereins Kaufungen. Mit dem Fachwerkzentrum erhalte "das Fachwerk in unserer Region eine Anlaufstelle für alle Fachwerkinteressierten und Fachwerkfans, in dem man sich austauschen und die besondere Bedeutung des Fachwerkbaus weiter stärken kann", informiert Siebert. Der von der Gemeinde Kaufungen und vom Fachwerkverein ausgesuchte Ort in der Nähe des Stiftsgeländes Kaufungen "ist für diesen Zweck ideal".

Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Walter Brandt (Arbeitskreis Fachwerk Kaufungen), EKB Andreas Siebert, Bärbel Schmelzer (Vorsitzende Fachwerksverein) und Bürgermeister Arnim Roß.

Die Gemeinde Kaufungen plant die zurzeit noch in Einzelteilen eingelagerte Mansardscheune zusammen mit dem Fachwerkverein im Hofgarten in Oberkaufungen wieder aufzubauen und für das Zentrum zu nutzen. "Wir arbeiten hier Hand in Hand und der Fachwerkverein wird das Fachwerkzentrum betreiben", erläutert Bürgermeister Roß. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 192.000 Euro – den nicht durch die Förderung abgedeckten Betrag übernehmen die Gemeinde und der Fachwerkverein durch Eigenleistung während des Baus.

Das Nutzungskonzept für das Fachwerkzentrum sieht vor, dass es Musterflächen für den Fachwerkbau sowie eine Tauschbörse für historisches Baumaterial gibt. "Das wird ein lebendiges Angebot und deshalb wird es Workshops und Qualifizierungsangebote und allgemeine Informationsveranstaltungen geben", kündigt Roß an.

Die Mansardscheune ist als Kulturdenkmal anerkannt und stand viele Jahre lang im Gebinger Weg hinter dem ehemaligen EDEKA-Markt in der Leipziger Straße. Nach Abriss des Marktes im Jahr 2016 wurde sie in zahlreichen Stunden ehrenamtlicher Arbeit durch Mitglieder des Fachwerkvereins abgebaut, gesichert und für einen späteren Wiederaufbau eingelagert. Die Gemeinde hatte 2019 auf Antrag des Vereins ein rund 550 Quadratmeter großes Grundstück in der Südwestecke der Hofgartenwiese im Stiftsareal für den Wiederaufbau der Scheune zur Verfügung gestellt. Der Rest der Wiesenfläche bleibt erhalten. Notwendig war dann noch die Zustimmung der Denkmalpflege für die Wiedererrichtung der Scheune im Hofgarten, da es sich um ein Vorhaben mit besonderer Nutzung und historischem Bezug zu Kaufungen handelt.